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Chronik: Deutsche Banken und die US-Immobilienkrise

AP - Dienstag, 29. April, 12:35 Uhr

Frankfurt/Main (AP) Die US-Immobilienkrise hat auch in der deutschen Finanzwelt ihre Spuren hinterlassen. Hier eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

30. Juli: Die Mittelstandsbank IKB leidet unter der US-Krise und senkt ihre Prognose. Vorstandschef Ortseifen geht, die IKB-Hauptaktionärin KfW übernimmt die Führung.

26. August: Die Landesbank Baden-Württemberg übernimmt die schwer angeschlagene Sachsen LB.

3. Oktober: Die Immobilienkrise belastet die Deutsche Bank mit rund 2,2 Milliarden Euro. Trotzdem erzielt sie im dritten Quartal einen Gewinn von mehr als 1,4 Milliarden Euro.

6. Dezember: Die WestLB muss in den ersten neun Monaten 2007 einen Verlust von 148 Millionen Euro hinnehmen.

15. Januar 2008: Das Ergebnis vor Steuern der Immobilienbank Hypo Real Estate bricht um ein Viertel auf 890 Millionen Euro ein.

21. Januar: Die WestLB gibt einen Jahresverlust von rund einer Milliarde Euro bekannt.

13. Februar: Die BayernLB gibt Abschreibungen und Wertberichtigungen von 1,9 Milliarden Euro bekannt. Der BayernLB-Chef muss eine Woche später gehen.

13. Februar: Der Bund verabreicht der angeschlagenen IKB eine weitere Finanzspritze von einer Milliarde Euro.

25. Februar: Die Dresdner Bank muss den Wert ihrer Investitionen in US-Hypothekenkredite um 1,275 Milliarden Euro nach unten berichtigen.

10. März: Die HSH Nordbank schreibt wegen der Krise auf den Finanzmärkten rund 900 Millionen Euro ab.

1. April: Die Deutsche Bank erwartet für das erste Quartal Belastungen aus der Finanzmarktkrise von 2,5 Milliarden Euro.

5. April: Den Banken steht nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Weber in der Finanzmarktkrise das Schlimmste noch bevor.

7. April: Die Chefin der bundeseigenen KfW-Bankengruppe, Ingrid Matthäus-Maier, tritt zurück. Hauptgrund sind die Turbulenzen um die IKB.

29. April: Die IKB beziffert den Verlust im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008 auf eine Milliarde Euro.

Die Allianz-Gruppe teilt mit, dass sie im ersten Quartal 2008 Wertberichtigungen von knapp 900 Millionen Euro erwartet.

Zum ersten Mal seit 2003 fährt die Deutsche Bank ein Quartals-Minus ein, den Nettoverlust beziffert sie mit 141 Millionen Euro.

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