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Besitzer von ausgebrannter Matratzenfabrik festgenommen

AP - Sonntag, 27. April, 21:31 Uhr

Casablanca (AP) Nach dem verheerenden Großbrand in einer marokkanischen Matratzenfabrik mit bis zu 55 Toten sind der Besitzer und der Manager des Unternehmens festgenommen worden. Bei ihnen handelte es sich um einen Vater und seinen Sohn. Sie würden wegen der offenbar schlechten Sicherheitsvorkehrungen befragt, sagte am Sonntag ein Polizeisprecher.

Das vierstöckige Gebäude in einem Industriegebiet von Casablanca erwies sich am Samstag für die Arbeiter als tödliche Falle: Der Notausgang war verriegelt, und auch durch die vergitterten Fenster gab es kein Entkommen. Der Brand brach aus zunächst ungeklärter Ursache am Vormittag im Erdgeschoss der Werkshalle aus. In der Fabrik gelagerte Chemikalien fachten die Flammen an, und das Feuer breitete sich schnell auf die oberen Etagen aus, wie die Nachrichtenagentur MAP meldete. Zum Zeitpunkt der Katastrophe hätten sich etwa hundert Menschen in dem Gebäude aufgehalten.

Innenminister Chakib Benmoussa besuchte noch am Samstag den Ort der Brandkatastrophe. Ermittlungen zur Ursache sowie zu Arbeitsbedingungen und Sicherheitsmaßnahmen seien eingeleitet worden, sagte er. König Mohammed VI. versprach, es werde alles getan, um den überlebenden Opfern und den Familien der Toten zu helfen.

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