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Hertie droht in Krise bei Eigentümer Dawnay Day zu geraten

AFP - Montag, 21. Juli, 12:30 Uhr

Düsseldorf (AFP) - Die Essener Hertie GmbH droht angeblich in den Strudel des ums Überleben kämpfenden britischen Eigentümers Dawnay Day gezogen zu werden. Die 4100 Mitarbeiter der Warenhauskette seien am Donnerstag offiziell über die Schieflage des Londoner Finanzinvestors informiert worden, berichtete das "Handelsblatt" aus Kreisen des Gesamtbetriebsrats. "Wenn es zu einem Kollaps von Dawnay Day kommt, wird es für Hertie eng", sagte ein früherer Hertie-Manager der Zeitung. Die Briten seien dann nicht mehr in der Lage, die verlustreiche deutsche Beteiligung weiter zu stützen.

So wiesen die Essener 2006 einen Fehlbetrag von 33 Millionen Euro aus - bei einem Eigenkapital von nicht einmal mehr zehn Millionen Euro, wie es weiter heißt. Im darauf folgenden Geschäftsjahr habe Hertie erneut ein Minus von 30 Millionen Euro eingefahren, heißt es in Branchenkreisen, und das bei sinkenden Umsätzen, die nach Informationen von Creditreform um 5,2 Prozent auf 540 Millionen Euro zurückgegangen seien, hieß es weiter. Hertie wollte sich dem Bericht zufolge zu diesen Zahlen nicht äußern und erklärte, noch auf die Veröffentlichung des Jahresabschlusses zu warten.

Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten bei Dawnay Day bezeichneten dem "Handelsblatt" zufolge inzwischen selbst Lieferanten die Zukunft von Hertie als "ungewiss". Der Bielefelder Modegroßhändler Katag liefere nur noch gegen Bankgarantie Ware an Hertie aus. Ein westdeutscher Unternehmer gab demnach sogar an, ihm sei Hertie zum Kauf offeriert worden. Auch von einem internationalen Makler sei zu hören, Hertie gehöre zu den deutschen Kaufhausketten, die gerade im Markt angeboten würden.

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