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Bagdad (AFP) - Im Irak gibt es einen neuen US-Befehlshaber: Nach mehr als eineinhalb Jahren gab General Raymond Odierno das Kommando über den US-Einsatz im Irak an seinen Landsmann, General Raymond Odierno, ab. "Der Irak ist jetzt ein anderes Land, als jenes, das ich zuerst kennengelernt habe", sagte Odierno bei der Kommandoübernahme. "Aber diese Erträge sind zerbrechlich und umkehrbar." Odierno war bereits beim Einmarsch der US-Truppen 2003 im Irak. Seine Einheit spürte den Ende 2006 hingerichteten irakischen Machthaber Saddam Hussein Ende 2003 auf.
"Er weiß, dass jetzt der entscheidende Moment ist, in dem der Erfolg fragil bleibt und Vorsicht zur Tagesordnung gehört", sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates bei der Übergabe mit Blick auf Odierno. Der Kommandowechsel fand in einem früheren Palast von Saddam Hussein statt, der sich auf einem US-Luftwaffenstützpunkt nahe des Bagdader Flughafens befindet.
Männer von Odiernos 600-köpfiger Spezialeinheit hatten Saddam Hussein Ende 2003 in seinem unterirdischen Versteck aufgespürt. Odierno gilt wie Petraeus als einer der Architekten jener Strategie, mit der die USA Anfang 2007 auf eine deutliche Aufstockung ihrer Truppen im Irak setzten.
Petraeus hatte das Kommando im Irak im Febraur 2007 übernommen, als die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Gruppen den Höhepunkt erreicht hatten. Damals sei die "Dunkelheit in das Land herabgestiegen", sagte Gates bei der Verabschiedung von Petraeus. Der Tod habe zum Alltag gehört. Überall auf der Welt sei darüber diskutiert worden, ob eine neue Strategie etwas ändern könne.
Die Regierung in Washington schreibt es vor allem diesem Strategiewechsel zu, dass sich die Zahl der Anschläge im Irak inzwischen verringert hat. Odierno soll eine weitere Reduzierung der US-Truppen im Irak beaufsichtigen. Deren Zahl war zeitweise auf 160.000 aufgestockt worden. Derzeit sind noch 146.000 US-Soldaten im Irak, 8000 sollen bis Jahresende heimkehren. Petraeus wurde zum neuen Chef des US-Zentralkommandos befördert. Er ist damit für die militärische Strategie der USA im Nahen Osten, in Zentralasien und Ostafrika verantwortlich.
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