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Siemens-Vorstand Hiesinger verteidigt Stellenabbau

AFP - Samstag, 26. Juli, 13:09 Uhr

Berlin (AFP) - Der Chef der Siemens-Industriesparte, Konzernvorstand Heinrich Hiesinger, hat den beschlossenen Stellenabbau und die Umstrukturierungen bei Siemens verteidigt. "Es geht bei dem Konzernumbau um kürzere Entscheidungswege, flachere Hierarchien und auch um mehr informelle Kommunikation", sagte Hiesinger der "Berliner Zeitung". Siemens solle so schlagkräftiger werden. "Der Vorstand muss schneller mit den Mitarbeitern kommunizieren und umgekehrt: Wir müssen schneller erfahren, wo die Mitarbeiter Verbesserungsbedarf sehen."

Hiesinger kündigte außerdem eine Überarbeitung einiger interner Regeln an, die als Reaktion auf den im Jahr 2006 aufgeflogenen Bestechungsskandal bei Siemens eingeführt worden seien. Vorwürfe über ein angeblich inquisitorisches Vorgehen der mit der internen Aufklärung befassten Mitarbeiter der US-Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton wies Hiesinger zurück.

"Ich räume aber ein, dass es sich um einen Mehraufwand handelt", sagte er dem Blatt weiter. In dem "einen oder anderen Fall" seien die Vorschriften "sicher recht kompliziert". Der Vorstand arbeite deshalb daran, diese "zu vereinfachen, ohne darunter die Transparenz leiden zu lassen". Klar sei bei der Überarbeitung aber: "Wir können uns keine Versäumnisse mehr leisten."

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