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700 Polizisten patrouillieren durch das nordisraelische Akko

AFP - Samstag, 11. Oktober, 18:51 Uhr

Jerusalem (AFP) - Nach drei Nächten mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern haben mindestens 700 Polizisten die Straßen der nordisraelische Küstenstadt Akko kontrolliert. In der Nacht wurden zwei von Arabern bewohnte Häuser von protestierenden Juden angezündet, wie der öffentliche Rundfunk berichtete. Die Bewohner waren jedoch zuvor in Sicherheit gebracht worden. Außerdem versuchten mehrere hundert Juden eine arabische Familie anzugreifen. Die Polizei vertrieb sie mit Tränengas. Es gab demnach keine Verletzten.

Die Unruhen begannen nach Angaben eines Polizeisprechers am Mittwochabend während der Feierlichkeiten zum jüdischen Jom-Kippur-Fest, als ein arabischer Autofahrer mit lauter Musik in ein Viertel fuhr, wo Araber und Juden gemeinsam leben. Eine Gruppe jüdischer Jugendlicher beschimpften den Mann und beschuldigten ihn, die Feierlichkeiten zu stören. Anschließend seien Gerüchte in den Moscheen verbreitet worden, dass der Autofahrer getötet worden sei, sagte der Sprecher weiter. Rund ein Drittel der 50.000 Einwohner in Akko sind arabische Israelis.

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