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Crawford (AFP) - US-Präsident George W. Bush hat sich an diesem Tag für einige Stunden eine Auszeit von den politischen und wirtschaftlichen Problemen seines Landes und der Welt genommen, um die Hochzeit seiner Tochter Jenna zu feiern. Weit weg von der pompösen Kulisse des Weißen Hauses heiratete die 26-Jährige am Samstagabend im Kreis von 200 Verwandten und Freunden auf der Ranch der Bushs im texanischen Crawford ihren vier Jahre älteren Verlobten Henry Hager.
"Heute ist der Hochzeitstag meiner Tochter Jenna. Dies ist ein freudiges Ereignis für unsere Familie", sagte Bush in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Für seine Frau Laura sei dies ein besonderes Muttertags-Wochenende - denn sie sehe dabei zu, "wie eine junge Frau, die wir gemeinsam großzogen", nun im Brautkleid an ihre vorbeischreite.
Getraut wurden Jenna und ihr Freund von Kirbyjon Caldwell, einem Pfarrer aus Houston, der sich erst vor kurzem als Anhänger des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama outete. Laura Bushs Pressesprecherin Sally McDonough sah sich daraufhin schon fast zu einer Art Entschuldigung genötigt: "Er ist ein Freund der Familie", verteidigte sie die Entscheidung.
Glamouröser wäre eine Hochzeit im Rosengarten des Weißen Hauses sicher gewesen, romantischer aber kaum: Vor der malerischen Kulisse eines Sees auf dem Gelände der Ranch gaben sich die beiden unter einem eigens errichteten Kreuz aus cremefarbenem Kalkstein das Ja-Wort. Jenna Bush hatte es sich ausdrücklich so gewünscht: "Sie wollte zu Hause heiraten, da fühlt sie sich einfach wohler", sagte ihre Mutter vor wenigen Tagen. "Es wird wunderschön sein - gerade blühen die Wildblumen".
Jenna Bush und ihr Mann hatten sich 2004 während der Kampagne zu Bushs Wiederwahl kennengelernt. Davor war der Sohn des republikanischen Parteichefs von Virginia Praktikant bei Bushs einstigem Chefstrategen Karl Rove. Vor nicht einmal einem Jahr stellte der Wirtschaftsstudent seiner Freundin bei einer Bergwanderung im Sonnenaufgang den ersehnten Heiratsantrag. Sie sagte sofort Ja.
Das einstmalige Partygirl hat sich inzwischen zu einer regelrechten Vorzeigetochter gemausert. Ihre Erfahrungen als UNICEF-Praktikantin in Panama verarbeitete die junge Lehrerin in dem Buch "Anas Story" über das Schicksal einer jungen Aids-Kranken.

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