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Utapao (AFP) - Die Hilfe für die Opfer der Wirbelsturmkatastrophe in Birma kommt allmählich in Gang. Das erste US-Flugzeug mit Hilfsgütern landete in Rangun; auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen teilte mit, ihr erstes Flugzeug sei in Birma gelandet. Die deutsche Welthungerhilfe versorgte etwa 800 Familien mit Hilfsgütern. Laut UNO erreichte die Hilfe zunächst jedoch nur eine eine halbe Million von bis zu zwei Millionen notleidenden Menschen. Die Bundesregierung kündigte an, Hilfe auch gegen den Willen der Militärregierung auf den Weg bringen zu wollen.
Die C-130-Transportmaschine der USA war in Thailand mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Moskitonetzen beladen worden und erhielt schließlich von der Junta in Birma die Landeerlaubnis. Zwei weitere US-Hilfsflugzeuge sollten nach Angaben der Organisation USAID in Bangkok am Dienstag nach Birma fliegen. Auch ein erstes britisches Flugzeug war mit Hilfsgütern von Dubai aus nach Rangun unterwegs.
Die Malteser teilten in Köln mit, dass ein achtköpfiges Team mit einem ersten Hilfstransport in Labutta eine Nothilfe-Klinik in Betrieb genommen habe. Die Johanniter übergaben Opfern der Katastrophe südlich von Rangun Reis und Moskitonetze und stellten für Dienstag die Verteilung von Medikamenten in Labutta und südlich davon durch eine Partnerorganisation in Aussicht.
"Die internationale Gemeinschaft hat die Verantwortung und das Recht, Menschen in Not zur Seite zu stehen, auch wenn die eigene Regierung sich dagegen sträubt", sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD).
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drängte die Militärregierung, das Land "sehr schnell" für weitere Hilfslieferungen zu öffnen. Andernfalls drohten Seuchen, die das Ausmaß der derzeitigen Krise noch übertreffen könnten, sagte er. Die EU-Kommission rief angesichts der dramatischen Lage für Dienstag eine Dringlichkeitssitzung der EU-Entwicklungsminister ein.
Der UN-Sprecher für humanitäre Einsätze, Richard Horsey, warnte davor, den Erfolg der Hilfsaktionen allein an den landenden Transportflugzeugen zu messen. Es sei "eine große Herausforderung", die Hilfsgüter aus der Großstadt Rangun in das von dem Sturm besonders schwer betroffene Irawadi-Delta zu transportieren, sagte er in Bangkok. Bislang stünden nur zehn Prozent der benötigten Mengen an Trinkwasser und Verpflegung für die notleidenden Menschen bereit.

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