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Jerusalem (AFP) - In der neuen Korruptionsaffäre um den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert hat die Polizei das Rathaus von Jerusalem durchsucht. Dabei seien Dokumente beschlagnahmt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Weitere Angaben machte Sprecher Micky Rosenfeld nicht. Olmert war von 1993 bis 2003 Bürgermeister von Jerusalem.
Das israelische Justizministerium hatte am Donnerstag mitgeteilt, Olmert habe in den 1990er Jahren als Bürgermeister von Jerusalem sowie als Industrie- und Handelsminister "ungenehmigt" über einen langen Zeitraum "bedeutende Summen" von dem US-Geschäftsmann Morris Talansky erhalten. Olmert beteuerte umgehend seine Unschuld, erklärte aber, dass er im Fall einer Anklage zurücktreten werde. Die Opposition forderte seinen Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen.
Gegen Olmert laufen drei weitere Korruptions-Untersuchungen, darunter wegen betrügerischer Immobilien-Transaktionen und der Ernennung von Günstlingen auf wichtige Verwaltungsposten. Die jüngste Affäre erschüttert Israel in einer kritischen Phase des Nahost-Friedensprozesses. Am Mittwoch wird US-Präsident George W. Bush zu einem weiteren Besuch in Israel erwartet.

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