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London (AFP) - Prinz Philip hat der Überbevölkerung der Erde die Verantwortung für die steigenden Lebensmittelpreise gegeben. "Die Preise gehen hoch, und jeder denkt, es hat damit zu tun, dass es nicht genug Nahrung gibt. In Wirklichkeit aber ist die Nachfrage zu groß, gibt es zu viele Menschen", sagte der 86-jährige Ehemann der Queen in einem Dokumentarfilm über ihn. Der Film, über den britische Zeitungen bereits vorab berichteten, soll am Montag und Dienstag vom britischen Fernsehensender ITV ausgestrahlt werden.
Laut dem Prinzen kommt seine Erkenntnis zur Nahrungsmittelkrise "jedem ungelegen, denn niemand weiß so recht, wie er damit umgehen soll." Als Mann von Königin Elizabeth II. ist Prinz Philip eigentlich gehalten, sich zu politischen Fragen nicht zu äußern. Für den zweiteiligen Dokumentarfilm gewährte der Herzog von Edinburgh, der sich normalerweise lieber im Schatten seiner Frau aufhält als im Rampenlicht, dem Filmteam einen ungewöhnlichen Einblick in seine Persönlichkeit. Laut "Mail on Sunday" hatte der Prinz dem Dokumentarfilm zugestimmt, weil er sich darüber sorge, wie spätere Generationen ihn sähen. Ihm sei sein Image als kauziger Adeliger, der mit seinen Witzen kaum ein Fettnäpfchen auslasse, durchaus bewusst.
Nach Angaben der "Mail on Sunday" porträtiert die Dokumentation den 86-Jährigen als eigenwilligen Verteidiger von Natur, Umwelt und Tieren. Unter anderem spricht er offen über Pläne, Naturschützer und führende Religionsvertreter - einschließlich des Papstes - zusammenzubringen, um bei der Verbreitung seiner Umweltschutzideen zu helfen. "Wenn Du daran glaubst, dass Gott die Welt erschaffen hat, dann solltest Du Dich auch für ihr Wohlergehen interessieren," lautet sein einfaches Credo.

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