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Doris Lessing hält Literaturnobelpreis für "Katastrophe"

AFP - Sonntag, 11. Mai, 15:20 Uhr

London (AFP) - Die britische Schriftstellerin Doris Lessing hält ihre Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis für eine "Katastrophe". "Alles was ich mache, ist Interviews zu geben und mich fotografieren zu lassen", sagte die 88-Jährige in einem Gespräch mit dem Radiosender BBC. Kurz nach Bekanntgabe der Preisträgerin, hatte die überraschte Lessing die Auszeichnung noch als "Royal Flush", das höchste Blatt beim Pokern, bezeichnet.

Das Schreiben habe sie mittlerweile aufgegeben, führte Lessing fort. "Ich habe keine Energie mehr." Deshalb ermahne sie auch stets alle, die jünger seien als sie selbst: "Bildet euch nicht ein, dass ihr immer jung seid". Lessing wurde im vergangenen Jahr als die bisher älteste Schriftstellerin mit dem Literaturnobelpreis geehrt. In ihren Werken befasste sie sich vor allem mit Afrika und Frauenrechten. Die 1919 im Iran geborene Lessing hat die erste Zeit ihres Lebens in der früheren britischen Kolonie Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, gelebt. Ihr bekanntestes Werk ist "Das goldene Notizbuch".

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