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Berlin (AFP) - Einen Monat nach seinem Verzicht auf das Amt des CDU-Landesvorsitzenden in Niedersachsen drängt Ministerpräsident Christian Wulff verstärkt in die Bundespolitik. Er wolle "eine Stimme sein, die die wirtschaftliche Standortbedingungen unseres Landes und seine Herausforderungen klar beschreibt", sagte er der "Welt am Sonntag". Für dieses Engagement könne er "etwas vorweisen, das mich qualifiziert": Er habe eine CDU/FDP-Regierung im Rücken, eine klare Mehrheit im Land und fünfjährige Regierungserfahrung. "Ob diese Erfahrung dann gewollt ist und genutzt wird, ist eine andere Frage."
Der stellvertretende CDU-Vorsitzende riet Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), im Bundestagswahlkampf stärker als bislang auf ein Team zu setzen. Innenpolitisch seien die Themen Arbeitsmarktreform, Rentenreform, Gesundheitsreform, Föderalismusreform und andere nicht von einem Menschen allein zu besetzen, sagte er weiter. "Da sind wir in der Unionsspitze schlicht verpflichtet, uns mehr in Haftung nehmen zu lassen." Die Unionsspitze könne Merkel "das Leben auch erleichtern", indem sie Positionen beziehe, die sie als Moderatorin in der großen Koalition so nicht beziehen könne.

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