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Washington (AFP) - Mit der Wahlempfehlung durch den einflussreichen Ex-Senator John Edwards ist US-Demokrat Barack Obama der Nominierung als Spitzenkandidat für die Präsidentschaftswahl einen weiteren Schritt näher gekommen. Nach monatelanger Zurückhaltung schloss sich der Spitzenpolitiker Edwards Obamas Kampagne an und versetzte damit dessen Konkurrentin Hillary Clinton einen schweren Schlag. "Die Demokraten haben ihre Entscheidung getroffen, und ich auch", sagte Edwards bei einem gemeinsamen Auftritt mit Obama im Bundesstaat Michigan. Clinton ist nach Angaben eines Sprechers weiter nicht zum Verzicht bereit.
Edwards begründete seine Entscheidung für Obama damit, das die Demokraten die Kandidatenfrage rasch klären und den Hauptwahlkampf gegen die Republikaner beginnen müssten. Edwards war 2004 an der Seite des Spitzenkandidaten John Kerry der Bewerber der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Seine Kandidatur für die diesjährige Wahl hatte er Ende Januar nach enttäuschenden Ergebnissen in den ersten Vorwahlen aufgeben. Er genießt aber weiterhin große Popularität unter Arbeitnehmern und Geringverdienern, bei denen er nun um Stimmen für Obama werben dürfte.
Bei dem Auftritt mit Obama zollte Edwards Clinton großen Respekt. Sie habe die Demokratische Partei gestärkt, indem sie beharrlich für jene Themen kämpfe, die ihr am Herzen lägen. Auch die Entschlossenheit der New Yorker Senatorin betonte er: Es sei sehr schwer, jeden Tag vor die Menschen zu treten und zu kämpfen, wie Clinton dies tue. "Hillary ist eine Frau aus Stahl", lobte er. Medienberichten zufolge hatten sich auch Hillary und Bill Clinton seit Monaten um Edwards Unterstützung bemüht. Dessen Wahlempfehlung zugunsten von Obama wurde in US-Medien einhellig als herber Rückschlag für sie gewertet.
Clintons Wahlkampfleiter Terry McAuliffe sagte nach Edwards Ankündigung, seine Kandidatin werde weiterkämpfen. "Das Rennen ist noch nicht gelaufen", sagte McAuliffe mit Verweis auf das Vorwahlergebnis in West Virginia am Dienstag, wo Clinton Obama klar überflügelt hatte. In der Gesamtwertung der in Vorwahlen bestimmten Delegierten für den Nominierungsparteitag ist Obamas Vorsprung aber nicht mehr aufzuholen. Er kann nun auch mit den Stimmen jener 19 Delegierten rechnen, die Edwards durch seine Vorwahlergebnisse im Januar gewonnen hat.

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