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Obama übernimmt bei Superdelegierten die Führung

AFP - Sonntag, 11. Mai, 09:27 Uhr

Washington (AFP) - Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat seine Rivalin Hillary Clinton nun auch bei den Superdelegierten überrundet. Drei weitere Parteifunktionäre, die auf dem Nominierungsparteitag Ende August ihren Kandidaten frei bestimmen können, stellten sich hinter den Senator aus Illinois. Nach Berechnungen der Webseite Real Clear Politics kommt Obama damit auf 273, Clinton auf 272 Superdelegierte. Bei den normalen Delegierten liegt er mit 1591 Stimmen 165 Stimmen vor seiner Rivalin.

Der US-Fernsehsender ABC und die "New York Times" hatten bereits berichtet, dass Obama nun auch bei den Superdelegiertenstimmen in Führung gegangen sei.

Da weder Obama noch Clinton in den noch ausstehenden Vorwahlen die erforderliche absolute Mehrheit von 2025 Delegiertenstimmen erreichen können, werden auf dem Parteitag in Denver die Superdelegierten über die Präsidentschaftskandidatur entscheiden. Die ehemalige First Lady hatte sich lange Zeit Hoffnungen gemacht, genügend Superdelegierte auf ihre Seite zu bekommen. Anfang Februar lag Clinton noch mit 90 Stimmen der Parteifunktionäre vor Obama, vor einer Woche betrug ihr Vorsprung nur noch 17 Stimmen. Seit den Vorwahlen in North Carolina und Indiana am vergangenen Dienstag, die insgesamt Obamas Führung bestätigten, wendete sich das Blatt endgültig.

Nach einem Bericht der Internetseite TalkingPointsMemo versuchte Clinton, die Superdelegierten, die sie noch unterstützen, bei der Stange zu halten. Auf einer Telefonkonferenz versicherte sie demnach, "das Rennen ist noch nicht vorüber".

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