AFP
Tokio (AFP) - Der japanische Regierungschef Yasuo Fukuda hat China dazu aufgerufen, seinen Dialog mit den Tibetern fortzuführen. Peking müsse auf die Sorgen der internationalen Gemeinschaft eingehen, sagte Fukuda bei einer Pressekonferenz mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Tokio. Hu erwiderte, er hoffe auf "positive Ergebnisse" der Gespräche mit Gesandten des Dalai Lama. Erneut machte er das geistliche Oberhaupt der Tibeter für die anti-chinesischen Proteste im März in Tibet verantwortlich.
Für einen Erfolg der Gespräche müsse das "Lager des Dalai Lama seine abspalterischen Aktivitäten einstellen" und die Gewalt in Tibet stoppen, forderte der chinesische Staatschef. Die chinesische Regierung hatte sich am Sonntag mit Gesandten der tibetischen Exilregiern getroffen. Auslöser für die Gespräche waren die blutigen Unruhen in Tibet im März und der internationale Druck auf China im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Peking. "Japan betrachtet diese Diskussionen als einen ersten Schritt hin zu einem richtigen Dialog", sagte Fukuda.
Fukuda und Hu einigten sich auch darauf, künftig jährlich Gipfel zwischen den Regierungen beider Staaten abzuhalten. Sie unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen, mit dem sie die bilateralen Beziehungen verbessern wollen. Es ist der erste Besuch eines chinesischen Staatsoberhaupts in Japan seit zehn Jahren und der zweite überhaupt seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Jahr 1972.

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