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Saddam Hussein hatte offenbar in US-Haft Angst vor Aids

AFP - Dienstag, 6. Mai, 13:25 Uhr

Dubai (AFP) - Der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein hatte in US-Gefangenschaft Angst vor einer Ansteckung mit Aids. Das berichtete die arabischsprachige Tageszeitung "El Hajat", die aus den Gefängnisaufzeichnungen Saddam Husseins zitierte. "Meine größte Sorge an einem Ort wie diesem war es, mich nicht mit einer sexuell übertragbaren Krankheit und Aids anzustecken", schrieb demnach der frühere irakische Staatschef. Deshalb habe er die Gefängniswärter gebeten, ihre Wäsche nicht in der Nähe seiner Kleidung auszubreiten.

"Die Amerikaner fürchte ich im Hinblick auf die Ansteckungsgefahr am meisten", zitierte die Zeitung weiter, ohne die Herkunft der Aufzeichnungen näher zu benennen. Sie veröffentlichte Teile der Aufzeichnungen aus datierten Briefen oder Gedichten. Der Krankenpfleger Robert Ellis, der Saddam Hussein betreute, hatte im Januar 2007 berichtet, dass der Ex-Staatschef während seiner Gefängniszeit viel las und auch selbst Texte zu Papier brachte.

Saddam Hussein, der von den US-Streitkräften nach deren Einmarsch im Irak gefangen genommen wurde, war von einem irakischen Sondertribunal wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt worden. Am 30. Dezember 2006 wurde er hingerichtet.

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