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Kartellamt bremst Netto und Plus bei Fusionsplänen aus

AFP - Donnerstag, 5. Juni, 08:49 Uhr

München (AFP) - Im Poker um den geplanten Zusammenschluss der beiden Discounter Plus und Netto macht das Bundeskartellamt den beteiligten Unternehmen offenbar strenge Auflagen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" muss Plus 370 seiner bundesweit 2900 Läden verkaufen. Zudem dürften die Muttergesellschaften der Discounter, Edeka und Tengelmann, anders als von ihnen geplant, nicht gemeinsam einkaufen, berichtet das Blatt weiter. Einwände hat die Behörde demnach auch gegen die geplante Beteiligung von Tengelmann in Höhe von 30 Prozent an einer gemeinsam mit Edeka betriebenen Gesellschaft.

Noch haben sich die beiden Lebensmittelhändler laut "SZ" keine Meinung gebildet, ob sie auch unter diesen Bedingungen einen Zusammenschluss ihrer Discount-Töchter anstreben. "Die Chancen, dass das Bündnis zustande kommt, stehen bei 60 bis 70 Prozent", zitiert die "SZ" aus informierten Kreisen. Mit 4000 Läden würden Plus und die Edeka-Tochter Netto in Deutschland über ein ähnlich dichtes Filialnetz verfügen wie Marktführer Aldi. Die Unternehmen müssen sich in den nächsten Tagen gegenüber dem Kartellamt erklären. Die Behörde will ihre Entscheidung spätestens am 20. Juni verkünden.

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