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Zweirradfahrer mit Heuschnupfen - Vorsicht !

Ärzte im Netz - Mittwoch, 7. Mai, 14:00 Uhr

Moped- oder Motorradfahrer, die gegen Baumpollen allergisch haben unter dem Pollenflug im Frühjahr besonders stark zu leiden. Im Gegensatz zu vielen Autofahrern haben sie keinen Pollenfilter, erklärt Ruprecht Müller vom ADAC. Der Helm biete zwar einen gewissen Schutz, könne allerdings nicht komplett verschlossen werden. Bei besonders starken Heuschnupfen-Beschwerden sollten Motorradfahrer ihr Zweirad daher besser stehen lassen. Denn Fahrer mit einer Pollenallergie haben laut ADAC im Frühling ein messbar höheres Unfallrisiko. Zum einen ist mit geröteten und angeschwollenen Augen die Sicht eingeschränkt. Zum anderen könne der Fahrer bei einem Niesanfall auch für kurze Momente die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren. Allergiker sollten daher am besten möglichst defensiv fahren. Spüren sie einen Niesreiz, sollten sie zunächst die Geschwindigkeit verlangsamen und das Motorrad - falls möglich - an einer sicheren Stelle zum Stehen bringen, rät Ruprecht Müller.

Sind die Allergiebeschwerden schwächer ausgeprägt und treten nur gelegentlich auf, könne der Betroffene auch versuchen, seinen Helm etwas besser gegen die Pollen abzudichten. Je kleiner die Öffnung unter dem Kinn ist, desto weniger Pollen können in Augen und Nase gelangen. Das sei in der Regel bei solchen Helmen der Fall, die über eine gute Geräuschdämmung verfügen. Um die Öffnung unter dem Kinn zu verkleinern, kann außerdem ein Zusatzkragen eingebaut werden, berichtet Müller. Bei akuten Beschwerden helfe es zudem, den Kragen etwas anzufeuchten oder ein nasses Tuch unter der Nase anzubringen, um die Pollen abzufangen.

www.lungenaerzte-im-netz.de

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