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Viele Lehrer leiden unter Burnout-Symptomen

Lehrer gehören zu den am stärksten vom Burn-Out-Syndrom belasteten Berufsgruppen. Jeder fünfte leidet unter medizinisch relevanten stressbedingten Gesundheitsstörungen wie depressiven Verstimmungen, psychosomatischen Beschwerden oder Schlafstörungen. Massiv belastet sind 30 Prozent der aktiven Lehrkräfte. Das berichtet die in Stuttgart erscheinende Fachzeitschrift PiD - Psychotherapie im Dialog (Ausgabe 3/2009). Pädagogen arbeiten dem Bericht zufolge im Schnitt 51 Stunden in der Woche. Der Beruf ist anstrengend und belastend. Auch sorgen Umstände in der Schule dafür, dass manche Lehrer ausgebrannt sind. So seien sie neuerdings in hohem Maße verbaler Aggressivität, Beleidigungen, Drohungen und sogar Gewalt von Schülern ausgesetzt, erläutert Prof. Joachim Bauer vom Universitätsklinikum Freiburg in der Fachzeitschrift. Diesen Artikel weiter lesen

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Gefährdet sind vor allem Lehrer, die sich mit dem Beruf überidentifizieren: Sie verausgaben sich, erhalten dafür aber keine Anerkennung. Zudem mangelt es den Lehrern in Schulen an eigenen Gestaltungsspielräumen, um die hohen Erwartungen durch Schüler, Eltern und Politiker umsetzen zu können.

Nach Ansicht des Experten gehen einem akuten Burnout meist ein Kränkungsereignis voraus, etwa ein schwerer Konflikt zwischen Lehrer und Schülern oder zwischen Lehrer und Eltern. Erste Probleme treten oft bereits im Referendariat auf. In dieser Ausbildungsphase bemerken viele angehende Lehrerinnen und Lehrer, dass sie nicht ausreichend auf den Beruf vorbereitet wurden. Zu diesem Zeitpunkt treten dann auch erste stressbedingte Gesundheitsbeschwerden auf.

Nicht haltbar ist nach Einschätzung von Bauer die von einigen Wissenschaftlern vertretende Ansicht, dass bevorzugt jene Menschen ein Lehramtsstudium angehen, die ohnehin psychisch labil und wenig belastbar sind. Diese Schlussfolgerung wird durch seine Forschungsbefunde nicht bestätigt.

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