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Mehr als 54 Tote durch Regen in El Salvador

San Salvador (dpa) - Mindestens 54 Menschen sind am Wochenende bei schweren Regenfällen in El Salvador ums Leben gekommen. Die meisten wurden von Schlammlawinen verschüttet oder ertranken in den Fluten der über die Ufer getretenen Flüsse. Diesen Artikel weiter lesen

Das teilten Rettungskräfte des mittelamerikanischen Landes am Sonntag mit. Der Regen wurde von einer Kaltfront und den Ausläufern des Wirbelsturms «Ida» ausgelöst.

Auch in anderen Ländern der Region kam es zu Überschwemmungen. Nach Angaben des salvadorianischen Innenministers Humberto Centeno wurden allein in der Stadt San Vicente zu Füßen des Vulkans Chinchontepec 24 Einwohner von Erdrutschen getötet.

«Ida» bedroht auch die mexikanische Karibikküste. Die Gebiete zwischen der Urlaubsinsel Cozumel und der Stadt Cancún an der Nordspitze der Halbinsel Yucatán wurden in Alarm versetzt. Nach Berechnungen der Meteorologen des US-Hurrikanzentrums in Miami sollte der Sturm an Cancún vorbei durch die Straße von Yucatán in den Golf von Mexiko ziehen und sich dann auf die Südstaaten der USA zubewegen.

In seinem Wirbel entwickelte «Ida» am Sonntag Windstärken von 150 Kilometern in der Stunde. Eine leichte Verstärkung sei möglich, hieß es. In Cancún und an der Küste, wo derzeit nur wenige Touristen Urlaub machen, wird er im Laufe des Tages erwartet. Boote wurden in Sicherheit gebracht, Häuser abgesichert. Bautrupps wurden in das Gebiet geschickt, um Schäden schnell reparieren zu können. Auch in Kuba, dessen Westspitze mit der Stadt Pinar del Rio von dem Sturm heimgesucht werden dürfte, wurden Vorbereitungen zum Schutz der Einwohner ergriffen.

«Ida» war in der vergangenen Woche in Hurrikanstärke auf die dünn besiedelte Küstengebiete Nicaraguas gestoßen und hatte dort vor allem Überschwemmungen angerichtet. Auch im Süden Mexikos führten die durch eine Kaltfront und den Sturm ausgelösten Regenfälle zu schweren Überschwemmungen. Die Häuser und Wohnungen von über 200 000 Menschen in den Bundesstaaten Veracruz und Tabasco wurden beschädigt, drei Einwohner ertranken in den Fluten eines Flusses.

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