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«Ida» tobt über der Karibik

Mexiko-Stadt/San Salvador (dpa) - Mindestens 90 Menschen sind am Wochenende bei schweren Regenfällen in El Salvador ums Leben gekommen. Allein 60 Menschen kamen bei Erdrutschen und Überschwemmungen in der Hauptstadt San Salvador ums Leben. Diesen Artikel weiter lesen

Ursache der Überschwemmungen am Samstag und Sonntagmorgen waren Ausläufer des Karibik-Wirbelsturms «Ida». Nach Angaben der Rettungskräfte des mittelamerikanischen Landes ertranken viele Opfer in den Fluten der über die Ufer getretenen Flüsse. Auch in anderen Ländern der Region kam es zu Überschwemmungen, darunter im Süden Mexikos.

«Ida» wuchs am Sonntag zu einem starken Hurrikan der Stufe 2 heran und bewegte sich auf die mexikanische Karibikküste zu. Die Gebiete zwischen der Urlaubsinsel Cozumel und der Stadt Cancún an der Nordspitze der Halbinsel Yucatán wurden in Alarm versetzt. Nach Berechnungen der Meteorologen des US-Hurrikanzentrums in Miami sollte der Sturm an Cancún vorbei durch die Straße von Yucatán in den Golf von Mexiko ziehen. Nach Berechnungen der Meteorologen wird er sich abschwächen, bevor er die Südstaaten der USA erreicht.

In seinem Zentrum entwickelte «Ida» Windstärken von 160 Kilometern in der Stunde. In Cancún und an der Küste, wo derzeit nur wenige Touristen Urlaub machen, wurde der Hurrikan am Sonntag (Ortszeit) erwartet. Boote wurden in Sicherheit gebracht und Häuser abgesichert. Auch in Kuba bereiteten sich viele Menschen auf den Sturm vor.

«Ida» war in der vergangenen Woche in Hurrikanstärke auf die dünn besiedelte Küstengebiete Nicaraguas gestoßen und hatte dort vor allem Überschwemmungen angerichtet. Auch im Süden Mexikos wurden die Häuser und Wohnungen von über 200 000 Menschen in den Bundesstaaten Veracruz und Tabasco beschädigt. Drei Einwohner ertranken in den Fluten.

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