Bochum (dpa) - Am Ende einer «hoch emotionalen Woche» mit dem tragischen Tod von Achim Stocker hat der SC Freiburg den glücklichen Last-Minute-Sieg in Bochum seinem verstorbenen Präsidenten gewidmet. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
«Wir haben heute für ihn gespielt. Er hätte sich nichts sehnlicher gewünscht, als dass wir in der Bundesliga bleiben. Wir werden die ganze Saison für ihn spielen», versprach Abwehrspieler Heiko Butscher. Mit dem Führungstor (23.) an früherer Wirkungsstätte ebnete Butscher den Weg zum 2:1 (1:0)-Erfolg, den Stefan Reisinger erst in letzter Sekunde (90.+2) sicherstellte.
Auch für Trainer Robin Dutt war der erste Dreier nach vier Niederlagen ein «ganz besonderer Sieg». Weniger aus sportlicher Sicht und «für die Tabelle». Vielmehr lobte er die Leidenschaft und den Willen seiner Elf, die den «Spagat zwischen dem Emotionalen und dem Sportlichen» hinbekommen habe. Dass Butscher sein erstes Saisontor ausgerechnet beim VfL markierte, gehört zu den besonderen Geschichten des Kellerduells. «Es ist ein Phänomen, das Spieler immer wieder gegen ihre ehemaligen Vereine treffen», meinte der vor zwei Jahren vom ehemaligen VfL-Coach Marcel Koller Aussortierte, der gleichwohl am Revierclub hängt. Butscher hofft, dass der VfL den Klassenverbleib schafft und man sich im kommenden Jahr in Liga eins wiedertrifft: «Ich wünsche Bochum alles Gute. Sie packen das noch.»
Ob die mit acht Punkten auf Platz 17 feststeckenden Revierkicker es (wie so oft) packen, hängt von ihnen selbst und nicht zuletzt vom neuen Trainer Heiko Herrlich ab. Zwar ging auch dessen Heimdebüt sechs Tage nach dem 1:2 in Frankfurt in die Hose, doch kleine spielerische Fortschritte waren zu sehen. «Wir werden Heiko den Rücken stärken. Wir kennen die Situation beim VfL. Und der Trainer hat einen genauen Plan, ist zielstrebig in seiner Analyse und weiß, wo er den Hebel anzusetzen hat», versicherte Thomas Ernst.
Der Bochumer Manager haderte heftig mit zwei Entscheidungen des Schiedsrichters. Nach dem 1:1-Ausgleich von Diego Klimowicz (65.) erkannte Felix Brych aus München einen zweiten Treffer des Argentiniers wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht an, was sich bei Ansicht der TV-Bilder tatsächlich als Fehler entpuppte. Brych räumte dies später ein. «Nach Studium der Fernsehbilder muss ich sagen, dass es gleiche Höhe war. Insofern wäre es Tor für den VfL gewesen», sagte er. «Wir sind sauer, weil wir eigentlich zwei Tore gemacht haben», monierte Klimowicz. Sein Unmut war nachvollziehbar.
Dem Referee auch die Schuld für das 1:2 durch Reisinger in der Nachspielzeit in die Fußballschuhe zu schieben, weil Brych ein vorangegangenes Handspiel des SC-Abwehrspielers Pavel Krmas (zu Recht) nicht geahndet hatte, ging jedoch selbst Herrlich zu weit. «Ob es Hand war, sei mal dahin gestellt. Was mich ärgert, ist, dass vier, fünf Spieler zum Schiedsrichter rennen, um sich zu beschweren, anstatt sich nach hinten zu orientieren. Das sind Fehler, die nicht passieren dürfen. Das müssen wir ändern», betonte der Coach, der auch vor dem 0:1 ein Abwehrverhalten «wie bei einer Jugendmannschaft» sah. «Jeder muss vor dem eigenen Hof kehren», empfahl Herrlich seiner Elf, auf die weiter viel Arbeit wartet. «Aber dass es nicht leicht werden würde, wusste ich, als ich beim VfL den Vertrag unterschrieben habe.»




Bochum (dpa) - Knapp fünf Jahre nach den Wett-Betrügereien um Schiedsrichter Robert Hoyzer wird der internationale Fußball von einem Manipulationsskandal ...
Flusspferde töten Krokodil