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Suche nach Airbus-Flugschreiber verschoben

Rio de Janeiro/Paris (dpa) - Die Aufklärung des mysteriösen Airbus-Absturzes mit 228 Toten am Pfingstmontag rückt in weitere Ferne. Die dritte Suche nach den im Atlantik versunkenen Flugschreibern wurde um ein Vierteljahr auf Februar 2010 verschoben. Diesen Artikel weiter lesen

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Das machte der französische Staatssekretär für Zusammenarbeit, Alain Joyandet, in einem Interview anlässlich einer Gedenkveranstaltung für die Opfer am Samstag in Rio de Janeiro deutlich. «Es gab bereits Unfälle der gleichen Art, bei denen die Blackbox gefunden wurde», versicherte Joyandet den Hinterbliebenen.

Der Airbus A330-200 war auf dem Nachtflug von Rio nach Paris in einem Unwetter abgestürzt. Nur 51 Leichen und tausend Wrackteile wurden später geborgen. Ursache und Ablauf des Unfalls, der mit dem Ausfall der Geschwindigkeitssonden begann, sind noch unklar. Warum die Maschine in wenigen Minuten zehn Kilometer Flughöhe verlor, bleibt rätselhaft. Bei Air France wogt deswegen ein Streit über die Ausbildung der Piloten, die Technik und die Sicherheitsphilosophie. Der Chef für Flugsicherheit muss auf Druck der Piloten gehen.

Die Flugschreiber könnten Aufschluss über das Verhalten der Piloten und das Funktionieren der Geräte in der letzten Flugphase geben. Sie liegen aber vermutlich in 4000 Metern Tiefe. Zwei Suchkampagnen mit Sonar und Tauchgeräten endeten ohne Ergebnis. Dabei wurde das zerklüftete Absturzgebiet von der Größe der Schweiz aber weiter kartographiert. Mit Finanzhilfe des Herstellers Airbus soll auf dieser Basis erneut mit Tauchgeräten nach dem Wrack gesucht werden, in dem die Flugschreiber noch vermutet werden. Bis zum Abschluss der Ermittlungen dürften noch eineinhalb Jahre vergehen.

Bei der Gedenkzeremonie in Rio, an der 600 Angehörige teilnahmen, wurde eine Gedenktafel enthüllt. Zum Jahrestag des Unglücks am 1. Juni 2010 ist eine Gedenkfeier in Paris geplant. Einige Angehörige in Brasilien hatten die Veranstaltung in Rio verbittert abgelehnt. «Wir wollen keine Würdigung. Wir fordern Respekt», kritisierte ein Sprecher. Fünf Monate nach dem Unglück sei noch keine Entschädigung ausgezahlt worden.

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