Rio de Janeiro (dpa) - Die französische Regierung will die Suche nach den Flugschreibern der vor rund fünf Monaten im Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine wieder aufnehmen. Diesen Artikel weiter lesen
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Das sicherte der französische Staatssekretär für Zusammenarbeit und Frankophonie, Alain Joyandet, am Samstag bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Unglücks in Rio de Janeiro zu. «Es gab bereits Unfälle der gleichen Art, bei denen die Blackbox gefunden wurde», sagte Joyandet. Das Flugzeugwrack liege zwar in einer Tiefe von 4000 Metern. «Dies wird uns aber nicht an der Suche hindern.» Joyandet sicherte nach brasilianischen Medienangaben in einem Interview zu, dass die Suche im Februar 2010 wieder aufgenommen werden soll.
An der von Air France ausgerichteten Zeremonie in Rios Stadtteil Leblon und der Enthüllung einer Gedenktafel nahmen rund 600 Angehörige der Opfer teil. Bei dem Unglück waren am 1. Juni 228 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch 28 Deutsche. Der Airbus A330-200 stürzte am Pfingstmontag auf einem Nachtflug von Rio nach Paris nach heftigen Turbulenzen in den Atlantik. Ursache und Ablauf des Unfalls, der mit dem Ausfall der Geschwindigkeitssonden begann, sind noch unklar. Bei der Suchaktion auf hoher See, rund 650 Kilometer von der brasilianischen Insel Fernando do Noronha entfernt, wurden insgesamt 51 Leichen geboren.
Die Flugschreiber, die Aufschluss über das Unglück geben könnten, wurden bei zwei Suchaktionen nicht gefunden. Ein für den Herbst geplanter dritter Versuch fand bisher nicht statt. Nach Angaben des Staatssekretärs plant die französische Regierung zum Jahrestag des Unglücks im kommenden Jahr eine Gedenkfeier in Paris. Einige Angehörige in Brasilien hatten die Veranstaltung in Rio verbittert abgelehnt. «Wir wollen keine Würdigung. Wir fordern Respekt», kritisierte ein Sprecher einer Angehörigengruppe, der heftige Kritik daran übte, dass versprochene Entschädigungszahlungen auch rund fünf Monate nach dem Unglück weiter ausstünden.




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