Berlin (dpa) - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat eine Gleichbehandlung von angeschlagenen Unternehmen durch den Staat gefordert. Sonderlösungen für Opel dürfe es nicht geben, sagte Hundt dem «Deutschlandfunk». Diesen Artikel weiter lesen
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Eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen sei von der Krise in gleichem Ausmaß getroffen worden. «Hier muss sichergestellt werden, dass große und kleinere und kleinste Unternehmen gleich behandelt werden.»
Auch im Fall Opel müsse erst geprüft werden, ob die Voraussetzungen für staatliche Unterstützung im Rahmen des Deutschlandfonds erfüllt seien. Da gebe es klare Kriterien, etwa aussichtsreiche Geschäftsmodelle für die Zukunft. Darüber hinaus halte er jede zusätzliche Hilfe oder Unterstützung für unberechtigt, betonte Hundt.
Der Arbeitgeberpräsident wies zugleich Vorwürfe zurück, der Koalitionsvertrag von Union und FDP bevorzuge die Wirtschaft. Von einer sozialen Schieflage könne nicht die Rede sein, meinte Hundt. Er bezifferte die Entlastungen für die Wirtschaft auf insgesamt etwa zwei Milliarden Euro. Demgegenüber würden die Bürger um mehr als 40 Milliarden Euro entlastet.
Der BDA-Präsident sieht die deutschen Unternehmen auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung, allerdings unverändert auf einem tiefen Niveau. Jedoch werde die Arbeitslosigkeit auch im Jahr 2010 nicht sehr nennenswert über die 4-Millionen-Grenze steigen.
Hundt kündigte im «Deutschlandfunk» an, er werde auf der Mitgliederversammlung am 23. November abermals für den BDA-Chefposten kandidieren. Der 71-jährige steht bereits seit 13 Jahren an der Spitze des Dachverbandes der Arbeitgeber.



