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Herrlichs Heim-Debüt verpatzt: 1:2 gegen Freiburg

Bochum (dpa) - Nach dem Nackenschlag in letzter Sekunde und der verpatzten Heim-Premiere von Trainer Heiko Herrlich schlichen die Profis des VfL Bochum deprimiert vom Platz. Diesen Artikel weiter lesen

Unterdessen feierten die Gäste des SC Freiburg den Siegtreffer zum 2:1 (1:0) von Stefan Reisinger (90. Minute+2) und das Ende der Niederlagen-Serie von vier Spielen überschwänglich. Zuvor hatte der Ex-Bochumer Heiko Butscher (23.) die Gäste aus dem Breisgau in Führung gebracht, Diego Klimowicz (65.) mit dem Ausgleichstor per Kopf vor 20 403 Zuschauern aber noch einmal Hoffnung auf den ersten Punkt unter dem neuen Coach genährt. Der VfL bleibt nach der unglücklichen Niederlage als Vorletzter im Tabellenkeller stecken, der Aufsteiger fand mit dem dritten Auswärtssieg Anschluss an das Mittelfeld der Fußball-Bundesliga.

«Für uns war es nach der emotionalen Woche ein ganz besonderer und wichtiger Sieg. Wenn er durch die letzte Aktion im Spiel zustande kommt, ist das natürlich ein Stück weit glücklich», sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt mit Bezug auf den am vorigen Sonntag gestorbenen Clubchef Achim Stocker. Für den langjährigen SC-Präsidenten wurde vor Beginn der Partie im rewirpower-Stadion eine Gedenkminute eingelegt.

«Sehr enttäuscht» war VfL-Coach Herrlich. Vor beiden Gegentoren sah er ein taktisches Fehlverhalten seiner Elf. Vor allem, dass in der Nachspielzeit «vier, fünf Spieler hinter dem Schiedsrichter herlaufen», um ein Freiburger Handspiel zu reklamieren, lag ihm schwer im Magen. Denn im Gegenzug fiel nach einem Konter das 1:2. «Das sind Fehler, die einfach nicht passieren dürfen», kritisierte Herrlich, der am Samstag gleich auf sieben Spieler verzichten musste.

Die Hausherren übernahmen zunächst die Initiative und hatten durch Stanislav Sestak (18.) die erste gute Möglichkeit. Kurz darauf prüfte Zlatko Dedic SC-Schlussmann Simon Pouplin. Doch als der VfL gerade Oberwasser zu bekommen schien, kam die kalte Dusche. Ausgerechnet Ex- VfL-Profi Butscher lenkte einen Schuss von Daniel Caligiuri nach einer Ecke von Ivica Banovic über die Linie. Nach dem Rückstand verlor Bochum den Faden. Keeper Philipp Heerwagen musste in höchster Not das mögliche 0:2 im Herauslaufen gegen Mohamadou Idrissou (31.) verhindern. Bochums Torwart stand bis zur Pause ein weiteres Mal im Blickpunkt, als er einen Schuss von Julian Schuster zur Ecke lenkte.

Nach dem Wechsel hatten die Breisgauer zunächst mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Bochums Linksverteidiger Dennis Grote musste auf der Linie für den geschlagenen Heerwagen retten. Nach verpassten Chancen von Banovic (58.) und Reisinger (64.) blies Bochum zur Schlussoffensive. Der Lohn war der Ausgleich durch Klimowicz, der Pouplin nach einer Flanke von Dedic mit einem platzierten Kopfball überwand. Einen zweiten Treffer von Klimowicz erkannte Schiedsrichter Felix Brych (München) wegen angeblicher Abseitsstellung nicht an.

«Wie es ausschaut, war es gleiche Höhe. Insofern wäre es Tor gewesen», gab Brych nach Ansicht der TV-Bilder zu. «Er hat zwar einige Fehlentscheidungen getroffen. Aber das hat er sicher nicht extra gemacht», meinte Herrlich, der nach den beiden 1:2-Schlappen in Frankfurt und gegen Freiburg noch sehr viel Arbeit vor sich hat.

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