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Gerichtshof CAS lehnt Pechsteins Weltcup-Start ab

Lausanne (dpa) - Claudia Pechstein kann endgültig nicht bei den Eisschnelllauf-Weltcups in Berlin und in Heerenveen vom 11. bis 13. November starten. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte einen entsprechenden Eilantrag Pechsteins auf eine vorläufige Starterlaubnis ab. Diesen Artikel weiter lesen

Der CAS verneinte den von der 37-Jährigen vorgebrachten «irreparablen Schaden». Wegen auffälliger Blutwerte ist Pechstein für zwei Jahre gesperrt worden. Das CAS will sein Urteil über den Bestand des erstmals angewandten indirekten Doping-Beweises erst in etwa zwei Wochen fällen. Pechstein sieht daher ihre Olympia-Qualifikationschancen in Gefahr.

Obwohl sich Pechstein in Berlin nur am Morgen zum Training in der Eishalle blicken ließ, wurde sie von niederländischen Läuferinnen und vor allem ihrem ehemaligen Trainingsgefährten Havard Bökko attackiert. «Ich hoffe, dass sie gesperrt wird. Es wäre unglaublich, wenn sie wieder laufen darf», wurde Bökko ganz unverblümt im «Telegraaf» zitiert, ruderte aber in der Berliner Eishalle deutlich zurück. «Ich habe nie gesagt, dass sie gedopt hat», erklärte er der dpa.

In der niederländischen Tageszeitung wurde Bökko zudem mit den Worten zitiert: «Ihre Leistungsschwankungen waren schon sehr auffällig. Im Training war manchmal schlecht und im Wettkampf lief sie die Sterne vom Himmel», behauptete der Norweger. «Ich habe auch das nicht so gesagt, nur, dass ich es gut finde, dass sie hier nicht starten darf, solang nichts entschieden ist», sagte Bökko am Freitag. «Beim Weltcup in Moskau haben wir noch gescherzt, was sie wohl beim Frühstück gegessen hat, um so schnell zu sein. Wahrscheinlich hatte sie in der Woche zuvor gedopt», hatte der Vize-Weltmeister noch laut «Telegraaf» spekuliert. Bis zum Februar 2009 hatte er über zwei Jahre lang gemeinsam mit der Berlinerin bei Coach Peter Mueller trainiert.

Pechstein konterte die Angriffe umgehend. «Ich weiß nicht, ob sich Bökko mit derart leichtfertigen Äußerungen einen Gefallen tut. Offensichtlich ist ihm nicht klar, dass auch er jederzeit Opfer eines unberechtigten Dopingverdachts werden könnte«, sagte Pechstein. «Er ist noch jung und grün hinter den Ohren. Wenn er mit Mitte 30 immer noch laufen und Weltklasseleistungen zeigen sollte, wird er sicherlich anders denken und reden. Ich bin mir sicher, wenn er darüber mal nachdenkt, wird er sich bei mir entschuldigen.» Offensichtlich scheine Bökko über den Verlauf des Verfahrens nicht informiert zu sein.

Deutlich auf Distanz gingen die Niederländerinnen. «Ich habe kein Bedürfnis, mit Claudia zu sprechen», sagte 3000-m-Weltmeisterin Renate Groenewold der niederländischen TV-Station NOS. Im gleichen Interview erklärte Olympiasiegerin Ireen Wüst, die als 11. zum Auftakt enttäuschte, sie sei froh, dass «Pechstein hier nicht starten» dürfe.

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