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Olympia 2018 kostet rund drei Milliarden Euro

München (dpa) - Die Ausrichtung der Winterspiele 2018 wird nach den bisherigen Planungen der Münchner Olympia-Macher rund drei Milliarden Euro kosten. Diesen Artikel weiter lesen

Diese Summe werde für die olympische Infrastruktur sowie die Organisation der Spiele benötigt, bestätigte die Bewerbungsgesellschaft München 2018 einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung». «Wir reden im Moment von groben Schätzungen», betonte Sprecher Jürgen Bühl. Neben München bewerben sich das französische Annecy und das südkoreanische Pyeongchang um die Winterspiele 2018. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will im Sommer 2011 über den Olympia-Ort entscheiden.

Allein mit 1,66 bis 2,33 Milliarden Euro schlagen nach den bisherigen Planungen die Kosten für die olympische Infrastruktur zu Buche - also für Straßen, Bahntrassen, Sportstätten und Unterkünfte. Für diese Kosten sollen neben dem Bund, dem Freistaat Bayern und den beteiligten Kommunen auch private Träger etwa beim Bau von Athleten- Unterkünften in München und Garmisch-Partenkirchen aufkommen. «Der Gegenwert dafür wird enorm sein», sagte Sprecher Bühl der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach den Spielen im Februar 2018 sollen etwa Unterkünfte als Wohnraum zur Verfügung stehen.

Die größten Summen sind nach Angaben der Zeitung für den Aus- und Neubau von Straßen und Bahnstrecken rund um Garmisch-Partenkirchen und für zwei neue Sporthallen im Münchner Olympiapark geplant. So soll die Autobahn A 95 von der bayerischen Landeshauptstadt bis ins alpine Ski-Zentrum in Garmisch verlängert werden. «Die Maßnahmen würden in weiten Teilen auch ohne Olympia kommen», betonte Sprecher Bühl. Modernisiert werden sollen auch die Bahnstrecken von München nach Garmisch und nach Berchtesgaden, wo im nahen Königssee die Rodel-, Bob- und Skeleton-Wettbewerbe stattfinden sollen.

Das Budget für die reine Organisation der Spiele soll sich nach den bisherigen Planungen der Münchner Olympia-Macher auf knapp 1,2 Milliarden Euro belaufen. Dieses Geld soll durch den Verkauf von Eintrittskarten, Sponsorengeldern und Zuwendungen des IOC - etwa durch Fernsehlizenzen - aufgebracht werden.

Bis kommenden März müssen die Münchner Olympia-Macher ihr erstes Bewerbungsdokument, das sogenannte «Mini Bid Book», vorlegen. Am 11. November wollen nach Angaben der «Süddeutschen Zeitung» der Münchner Stadtrat und der Marktgemeinderat Garmisch-Partenkirchen dem Milliarden-Projekt zustimmen.

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