Hamburg (dpa) - Grüne Elefanten, gelbe Madonnen und eine apathisch vor sich hin starrende Tischgesellschaft: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen eine große Retrospektive der Künstlerin Katharina Fritsch. Diesen Artikel weiter lesen
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Die 53-Jährige vertritt mit ihren Werken eine markante, von Humor geprägte Position zur Welt des Alltags, der Mythen und des Konsums, wobei allgemeine Symbole und Reminiszenzen eine große Rolle spielen, teilten die Deichtorhallen mit. Mit rund 100 Einzelwerken geben 13 groß dimensionierte Ensembles auf 2000 Quadratmetern einen Überblick über das aktuelle Werk, das bislang noch nicht in Deutschland zu sehen war. Die Ausstellung läuft vom 6. November bis 7. Februar 2010.
Bei den Plastiken handelt es sich meist um lebens- oder überlebensgroße Darstellungen von Menschen und Tieren oder symbolträchtigen Gegenständen, die durch eine intensive Farbgebung zugleich in einer spektakulären Präsenz und als unwirkliche Erscheinungen auftreten und begehbare Bilder ergeben. «Viele ihrer Arbeiten befassen sich mit den dunkleren Bereichen unseres kollektiven Bewusstseins, mit angstbesetzten Fantasien und Mythen, die Fritsch ikonenhaft in Objekte und Bilder umsetzt», sagte Robert Fleck, Intendant der Bundeskunsthalle und Kurator der Ausstellung.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Siebdrucke entstanden, in denen sich die Künstlerin mit Alltagsklischees und typischen Kindheitserinnerungen auseinandersetzt. Darin eingebettet sind Arbeiten aus den 80er und 90er Jahren, wie der grüne «Elefant» (1987), die «Tischgesellschaft» (1988) und «Warengestell mit Madonnen» (1989). Fritsch wurde 1956 in Essen geboren. Von 1977 bis 1984 studierte sie an der Kunstakademie in Düsseldorf. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1984 mit der Gruppenausstellung «Von hier aus» in Düsseldorf. 1995 vertrat sie Deutschland bei der Biennale in Venedig, 2001 zeigte die Tate Gallery ihre Werke.
www.deichtorhallen.de




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