Frankfurt/Main (dpa) - Trotz der allmählichen Erholung der Wirtschaft bleibt der Leitzins in den 16 Euro-Ländern vorerst unverändert bei einem Prozent. Diesen Artikel weiter lesen
Die Europäische Zentralbank (EZB) entschied auf ihrer Sitzung am Donnerstag in Frankfurt, den Zins auf diesem historischen Tief zu belassen, wo er wegen der Finanzkrise seit Mai verharrt. Für ein Ende der extrem expansiven Geldpolitik scheint es wegen der unsicheren Konjunkturlage und der niedrigen Inflationsraten noch zu früh. Eine erste Zinserhöhung erwarten Experten frühestens im zweiten Halbjahr 2010 - und damit später als in den USA.
Mit Spannung wird erwartet, ob EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Nachmittag auf einer Pressekonferenz Hinweise geben wird, wie lange die Notenbank noch Milliarden an billigem Geld in den Markt pumpt, um die Banken mit zusätzlicher Liquidität zu versorgen. Bislang hatte Trichet bekräftigt, dass die Zeit für einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik noch nicht gekommen sei. Verfrühte Zinsanhebungen könnten die wirtschaftliche Erholung abwürgen. Zudem ist der Inflationsdruck im Euro-Raum niedrig.
Auch die US-Notenbank hat trotz der Konjunkturbelebung noch keine Hinweise auf den Zeitpunkt für eine Zinserhöhung gegeben. Die Federal Reserve (Fed) blieb am Mittwoch bei ihrer Formulierung, dass der Leitzins voraussichtlich «für einen längeren Zeitraum» in seiner historisch niedrigen Spanne zwischen Null und 0,25 Prozent verharren werde.




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