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Werder und HSV auf dem Sprung - Hertha vor Aus

Düsseldorf (dpa) - Der Hamburger SV und Werder Bremen hoffen auf einen weiteren Schritt Richtung Zwischenrunde, die Profis von Hertha BSC auf eine wundersame Kehrtwende. Diesen Artikel weiter lesen

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Aus unterschiedlichen Positionen starten die Bundesliga-Vertreter in den 4. Spieltag der Europa League. Anders als die beiden norddeutschen Clubs, denen sich am Donnerstag vor heimischer Kulisse die Chance zu einem Big-Point bietet, droht dem Bundesliga- und Gruppenletzten aus Berlin beim SC Heerenveen (19 Uhr) das vorzeitige Aus. Hertha-Coach Friedhelm Funkel sehnt ein Erfolgserlebnis herbei, das seinen verunsicherten Profis auch im Bundesliga-Abstiegskampf neuen Mut geben könnte: «Wir hoffen einfach, dass der Knoten platzt.»

Seit über zwei Monaten ist der Tabellen-4. der vorigen Bundesliga- Saison sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Bühne ohne Sieg. Nach dem 3:1 in der Europa-League-Qualifikation über Brönby Kopenhagen am 27. August ging es stetig bergab. In der Gruppe D des Wettbewerbs rangiert die Hertha deshalb mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenrang. Mit einem Erfolg in Heerenveen wollen sich die Berliner für das 0:1 vor zwei Wochen im Heimspiel gegen die Niederländer revanchieren und sich Mut für das wichtige Kellerduell am Samstag mit dem 1. FC Köln machen. «Wenn wir nur negativ denken, bleiben wir da unten», sagte Abwehrspieler Steve von Bergen.

Von den Voraussetzungen der Bremer und Hamburger können die Berliner derzeit nur träumen. Nach sieben Punkten aus drei Spielen führt Werder die Tabelle in der Gruppe L an. Ein Sieg im Heimspiel über den bereits fünf Zähler entfernten Dritten Austria Wien könnte bei einem gleichzeitigen Punktverlust von Funchal gegen Bilbao den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde bedeuten. Unbeeindruckt von den Ausfällen wichtiger Profis wie Kapitän Torsten Frings geht Werder mit reichlich Rückenwind in die Partie: «Die Personallage ist zwar nicht optimal. Aber mit einem Sieg würden wir einen großen Schritt Richtung K.o.-Spiele machen», sagte Sportchef Klaus Allofs.

Die Ausgangslage beim HSV ist vor der Partie gegen Celtic Glasgow ähnlich. Punktgleich mit Hapoel Tel Aviv, das bei Rapid Wien antreten muss, steht das Team von Trainer Bruno Labbadia in der Gruppe C vorn. Die missratene Generalprobe am vorigen Bundesliga-Wochenende mit der überraschenden 2:3-Heimschlappe gegen Mönchengladbach wertete niemand als Indiz für einen folgenschweren Einbruch. «Wir erwarten einen sehr kompakten Gegner, ähnlich wie Borussia Mönchengladbach, aber wir müssen Druck aufbauen und Geduld haben», sagte Labbadia. Zu denken gibt die schwindende Stabilität der Deckung: Zwar hielt sich die HSV- Defensive beim 1:0 in Glasgow schadlos, kassierte aber zuletzt in den Partien gegen Schalke und Gladbach sechs Treffer. «So geht das nicht weiter. Wir müssen besser verteidigen», klagte Abwehrchef Joris Mathijsen.

Weitere internationale Rückschläge kann sich die Bundesliga kaum leisten. Schließlich erscheint die avisierte Rückkehr auf den dritten Platz in der UEFA-Fünfjahreswertung, die einen weiteren Startplatz in der Champions League bescheren könnte, nach dem bisher schwachen Abschneiden der deutschen Vertreter in der Königsklasse mehr und mehr illusorisch. Das könnte nur mit starken Auftritten in der Europa League halbwegs kompensiert werden.

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