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Polizist erschießt britische Soldaten in Afghanistan

Kabul/London (dpa) - Ein afghanischer Polizist hat in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand fünf britische Soldaten erschossen. Die Schüsse fielen ohne Vorwarnung an einem Kontrollpunkt, wie britische Militärs berichteten. Diesen Artikel weiter lesen

Die Hintergründe der Attacke vom Vortag waren zunächst unklar. Nach Angaben von Armeesprecher David Wakefield waren die Briten mit der Ausbildung der afghanischen Polizei betraut und seit längerer Zeit an dem Polizei-Checkpoint eingesetzt. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, sechs weitere Briten sowie zwei afghanische Polizisten seien verwundet worden.

Ein Polizeioffizier, der ungenannt bleiben wollte, sagte, der Täter habe eine Polizeiuniform getragen und sei geflohen. Es sei unklar, ob er Verbindungen zu den Taliban habe oder ob persönliche Motive hinter dem Angriff steckten. Mit den jüngsten Opfern sind seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan vor acht Jahren 229 britische Soldaten ums Leben gekommen. Allein in diesem Jahr wurden 92 britische Soldaten in Afghanistan getötet. Somit war 2009 das blutigste Jahr für die britische Armee seit dem Falkland-Krieg von 1982.

Premierminister Gordon Brown sagte, das ganze Land beklage diesen Verlust. «Sie kämpften, um Afghanistan sicherer zu machen, aber vor allem, um Großbritannien vor dem Terrorismus und Extremismus zu schützen, der uns weiterhin von den Grenzregionen Afghanistans und Pakistans bedroht.» Der britische Verteidigungsminister Bob Ainsworth sprach von einem «schwierigen Jahr in Afghanistan für unsere tapferen Menschen». Der afghanische Innenminister Hanif Atmar sagte: «Dies scheint ein isolierter Vorfall zu sein, der gemeinsam durch unsere Beamten und unsere ISAF-Partner untersucht wird.» ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal kondolierte den Angehörigen der Opfer.

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