Köln/Leipzig (dpa) - Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, lehnt eine Aufstockung des Truppenkontingents der Bundeswehr in Afghanistan ab. «Das richtige Vorgehen ist, wirklich mal zu bilanzieren, wo wir in Afghanistan stehen und zwar ohne Schönfärbung.» Diesen Artikel weiter lesen
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Auf Grundlage dieser Erkenntnisse müssten dann die Schlussfolgerungen gezogen - und zwar für den militärischen wie für den zivilen Anteil des Einsatzes, sagte er dem «Kölner Stadt-Anzeiger».
Die Defizite nach acht Jahren Afghanistan seien groß, sagte Kirsch. «Die Bilanz sieht insgesamt nicht sehr gut aus.» Die Bundesregierung will das Mandat, das eine Obergrenze von 4500 Soldaten vorsieht, im Dezember verlängern.
In der «Leipziger Volkszeitung» (Mittwoch) verlangte Kirsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Anstoß zu einem «gesellschaftlichen Schulterschluss» zur Unterstützung und zur Solidarität mit der Truppe. «Wir brauchen einen Schulterschluss für und mit der Bundeswehr angesichts der gefährlichen Einsatzlage in Afghanistan», sagte der oberste Repräsentant der Soldatenvertretung. Dazu könnten die Medien, die katholische Bischofskonferenz und die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ebenso einen Beitrag leisten wie Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Gewerkschaften. «Und Angela Merkel könnte und sollte für einen solchen Schulterschluss der Gesellschaft den Anstoß geben.»




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