Montabaur (dpa) - Der Internet-Dienstleister United Internet blickt nach einem Umsatz- und Gewinnplus im dritten Quartal 2009 noch zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Diesen Artikel weiter lesen
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Beim Gewinn (EBIT und EBITDA) werde nun mit einem Anstieg um acht Prozent gerechnet, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch in Montabaur mit. Bereits nach der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte der Internet-Anbieter («1&1», «GMX» und «Web.de») seine Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) auf fünf Prozent angehoben. Zuvor war nur eine stabile Gewinnentwicklung vorhergesagt worden.
Der Umsatz kletterte von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 409,1 Millionen Euro. Die Vorjahreszahlen wurden dabei um das verkaufte Display-Marketing- Geschäft der Tochter Adlink bereinigt. Beim EBITDA legte United Internet ebenfalls bereinigt um 21,5 Prozent auf 95,4 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 26 Prozent auf 82 Millionen Euro.
Im vierten Quartal rechnet der Konzern mit mehr Verträgen in den Sparten «Information Management» und «Webhosting». Insgesamt sei die Zahl der Kundenverträge von Juli bis September um 120 000 auf 9,17 Millionen gestiegen. Wichtigster Bereich ist das Webhosting-Geschäft mit einer Kundenzahl von 4,05 (Ende Juni: 3,96) Millionen.
Im prestigeträchtigen DSL-Geschäft dürfte sich die Lage bis Jahresende weiter verbessern, auch wenn United Internet bis Ende 2009 noch weitere Kunden verlieren dürfte. Im dritten Quartal sank die Zahl der DSL-Verträge um 30 000 auf 3,44 Millionen. United Internet hatte im Mai rund 700 000 DSL-Kunden von Freenet übernommen, die bereits in den Zahlen enthalten sind. Diese sollen bis Ende des Jahres auch technisch zu United Internet wechseln.
Von Januar bis September stiegen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum die Erlöse um 5,1 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis liegt ohne sogenannte Einmalerträge nach einem Plus von 8,1 Prozent bei 269,1 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 229,6 Millionen Euro (plus 9,4 Prozent). Die Vorlage der vorläufigen Zahlen kam überraschend, der Neun- Monatsbericht soll erst am 12. November veröffentlicht werden.
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