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Daimler will rund 1000 Jobs streichen

Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler will wegen der massiven Absatzkrise rund 1000 Arbeitsplätze bis zum Frühjahr 2010 streichen. Dafür werden den Mitarbeitern vom 1. Dezember bis 31. März 2010 verschiedene Angebote gemacht, die einen freiwilligen Abschied erleichtern sollen. Diesen Artikel weiter lesen

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Wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte, gibt es für Mitarbeiter bis 50 Jahre eine Abfindung. Zudem wird den Beschäftigten eine freiwillige Auszeit von drei Jahren angeboten oder aber Teilzeit, wobei mindestens drei Jahre lang die Wochenarbeitszeit um zehn Stunden reduziert wird. Die Pläne bauten auf einen Sozialplan aus dem Jahr 2006 auf, sagte die Sprecherin. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten sich auf das Vorgehen verständigt.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte einen weiteren Abbau von Stellen bereits vor wenigen Tagen angekündigt. Das Unternehmen werde mit «größtmöglicher Flexibilität» angepasst, hieß es. Der Stuttgarter Autobauer beschäftigte Ende September weltweit 256 900 Menschen - 9600 weniger als vor einem Jahr. In Deutschland schrumpfte die Mitarbeiterzahl um 5200 auf 163 500. Bei dem Autobauer sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 ausgeschlossen. In Krisenzeiten kann davon aber abgewichen werden, sofern der Betriebsrat zustimmt.

Zetsche hatte wegen der Branchenkrise im Frühjahr einen strikten Sparkurs eingeschlagen. In den Auto-, Nutzfahrzeug- und Komponentenwerken sind bundesweit 27 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit, für weitere 89 000 Beschäftigte in Deutschland gelten verkürzte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich. Mit Maßnahmen wie diesen reduzierten die Stuttgarter bis Ende September die Kosten bereits um 3,5 Milliarden Euro, bis Ende des Jahres sollen es mehr als vier Milliarden Euro werden. Für das Jahr 2010 hatte Daimler angekündigt, sogar noch mehr als vier Milliarden Euro sparen zu wollen.

Das Unternehmen kämpft seit mehr als einem Jahr mit der Branchenkrise. Nach Milliardenverlusten in den vergangenen Monaten schrieb Daimler im dritten Quartal wieder einen kleinen Gewinn von 56 Millionen Euro. Unter dem Strich steht nach neun Monaten aber ein Verlust von knapp 2,3 Milliarden Euro.

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