Berlin (dpa) - Rettungsdienste müssen künftig möglicherweise ohne Zivildienstleistende auskommen. Mehrere Wohlfahrtsverbände erwägen, in einigen Bereichen komplett auf Kriegsdienstverweigerer zu verzichten. Grund ist die geplante Verkürzung des Zivildienstes von neun auf sechs Monate. Diesen Artikel weiter lesen
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Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierte, durch die Verkürzung bleibe im Rettungsdienst nicht mehr viel Zeit für die eigentliche Arbeit. Um in diesem Bereich «Zivis» einzusetzen, müssten sie erst einmal drei Monate ausgebildet werden, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Werner Hesse, am Dienstag.
Vertreter des Deutschen Caritasverbandes und des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) äußerten sich ähnlich. Die neue Bundesregierung aus Union und FDP hatte sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf eine Verkürzung der Wehrpflicht geeinigt. Damit würde vom Jahr 2011 an auch die Länge des Zivildienstes auf ein halbes Jahr gekappt.
Bei einfacheren Tätigkeiten wie Fahrdiensten und «Essen auf Rädern» wollen die Verbände aber weiter auf die derzeit rund 76 000 Zivis setzen. «Es macht aus unserer Sicht keinen Sinn, einen theatralischen Ausstieg zu planen», sagte eine Sprecherin der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die AWO drängt nun aber auf die seit langem geforderte Stärkung des freiwilligen sozialen Jahrs.




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