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Nach Reform mehr Studenten beim Psychiater

Berlin (dpa) - Die Reform der Studiengänge und der erhöhte Leistungsdruck im Bachelor-Studium treiben mehr Studenten zur psychologischen Beratung der Studentenwerke. Mit rund 80 000 Kontakten verzeichneten die Beratungsstellen 2008 einen Anstieg von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diesen Artikel weiter lesen

Das teilte das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Dienstag mit. Die häufigsten Themen: Lern- und Arbeitsstörungen, Leistungsprobleme, Arbeitsorganisation und Zeitmanagement, Prüfungsangst, depressive Verstimmungen, Identitäts- und Selbstwertprobleme.

Insgesamt ließen sich mehr als 23 000 Studierende in Einzel- oder Gruppengesprächen psychologisch beraten. «Der Bachelor macht nicht per se krank oder depressiv», sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde anlässlich der Jahrestagung der Studienberater. Allerdings erhöhten die neuen Bachelor-Studiengänge sicher den Zeit-, den Leistungs- und den Finanzierungsdruck auf die Studierenden. «Viele können wegen der dichten Stundenpläne und der vielen Prüfungen keinem Nebenjob nachgehen, finanzielle Probleme sind die Folge und erhöhen den gefühlten Stress.»

Zugleich stieg auch die Zahl der Sozialberatungen bei den Studentenwerken an, und zwar um 27 Prozent auf knapp 72 000. Die häufigsten Themen hier: Studienfinanzierung, Schwangerschaft und Studieren mit Kind sowie die Beratung ausländischer Studierender.

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