Bremen (dpa) - Empfangsbereit ist Aaron Hunts Handy nach eigener Aussage immer. Jetzt muss es nur noch klingeln und sich der richtige Gesprächspartner melden. Diesen Artikel weiter lesen
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Am liebsten wäre dem Offensiv-Allrounder von Werder Bremen, der mit seinem Doppelpack den Norddeutschen das 2:2 beim 1. FC Nürnberg rettete, ein Anruf von Bundestrainer Joachim Löw. Denn der 23-Jährige, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, ist derzeit in der Form seines Lebens und damit endgültig zum heißen Kandidaten für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geworden.
Doch vielleicht kommt Löw, der am 6. November das Aufgebot für die Freundschaftsspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste am 14. und 18. November bekanntgibt, ein anderer zuvor - Englands Nationalcoach Fabio Capello. Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, ist Hunt nach seinen starken Leistungen und fünf Toren in den letzten fünf Spielen, in den Fokus des Italieners gerückt. Capello habe sich schon von seinem U 21-Trainer Stuart Pearce über Hunt informieren lassen.
Da Hunt eine englische Mutter und einen deutschen Vater hat, könnte er nicht nur für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) antreten, sondern auch für die «Three Lions». Zwar spielt der Linksfuß seit der U 16 für deutsche Auswahlteams, bis zu seinem ersten Pflichtspiel in der A-Elf ist ein Wechsel aber möglich - theoretisch. Praktisch dürfen die Engländer aber wohl nicht allzu sehr hoffen: «Mit 16, 17 Jahren habe ich mir darüber mal Gedanken gemacht. Aber dann habe ich mich klar für Deutschland entschieden», sagte Hunt kürzlich.
Der Gelobte selbst ist angesichts seiner vergangenen Leidenszeit aber vorsichtig geworden. Bescheiden analysierte er seine jüngste Leistungsexplosion. Wenn er zur deutschen Nationalelf eingeladen werde, freue ihn das, wenn nicht, dann vielleicht beim nächsten Mal.
Hunt ist nicht nur torgefährlich, er ist auch variabel einsetzbar. Er kann hinter den Spitzen spielen, aber auch als Stürmer - wie in Nürnberg. Die Bremer sind sich einig, dass eine Nominierung Hunts für die DFB-Auswahl gerechtfertigt wäre. «Er ist jetzt so weit, dass er eine Einladung verdient hätte», so Manager Klaus Allofs. Allerdings sei es unnötig, sich für seine Berufung einzusetzen, sagte Werder- Coach Thomas Schaaf: «Wir müssen nur auf seine Leistung schauen. Wenn er so spielt, müssen wir auch gar nichts sagen.» Es gilt abzuwarten, ob in dieser Woche Hunts Handy klingelt und sich der Richtige meldet.




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