Dublin/London (dpa) - Europas größter Billigflieger Ryanair sieht nach einem Gewinnanstieg in den kommenden Monaten Verlusten entgegen. Zwar hatte Ryanair seinen Vorsteuergewinn in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (30. September) auf 419 Millionen Euro vervierfacht. Diesen Artikel weiter lesen
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Grund dafür waren allerdings niedrigere Preise für Treibstoff, die um 42 Prozent gesunken waren. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres rechnet der irische Billigflieger wegen fallender Ticketpreise mit Verlusten. Unter dem Strich solle das Jahr aber mit einem Gewinn abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Der Umsatz war im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro zurückgegangen.
Angesichts dieses Rückgangs denkt Ryanair über einen gebremsten Ausbau seiner Flotte nach. «Wenn wir unser Überschusskapital nicht effizient in neue Flugzeuge investieren können, sollten wir das Geld an die Aktionäre zurückgeben», sagte Vorstandschef Michael O'Leary. Der Ryanair-Chef drohte dem Flugzeugbauer Boeing mit dem Ende der Geschäftsbeziehung. Ryanair verhandelt mit Boeing derzeit über den Kauf von 200 Flugzeugen.
«Wir sehen keinen Sinn darin, unser schnelles Wachstum fortzuführen, während die Durchschnittserlöse sinken und unser wichtigster Partner im Flugzeug-Geschäft seine Rolle in unserem Kostensenkungsprogramm nicht annehmen will», sagte O'Leary. Wenn die Verhandlungen bis Jahresende nicht zu einem Ergebnis führten, werde Ryanair die Geschäftsbeziehung zu Boeing beenden.




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