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Hamilton schnappt Vettel letzte Pole weg

Abu Dhabi (dpa) - Ex-Weltmeister Lewis Hamilton hat im McLaren- Mercedes Sebastian Vettel die Pole Position für den letzten Saisonlauf der Formel 1 entrissen. Diesen Artikel weiter lesen

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Doch trotz der scheinbaren Übermacht des Silberpfeils bei der Premiere auf dem spektakulären Yas Marina Circuit stehen Vettels Chancen bestens, Platz zwei in der Gesamtwertung beim Großen Preis von Abu Dhabi zu verteidigen. Verfolger Rubens Barrichello, der zwei Punkte weniger hat, kam im Brawn-Mercedes nicht über Rang vier hinaus. Teamkollege und Champion Jenson Button wurde bei der Flutlicht-Qualifikation Fünfter.

«Das war das Maximum, das wir rausholen konnten», meinte Vettel, der sich Hamilton um satte 0,677 Sekunden im entscheidenden Zeitabschnitt geschlagen geben musste. «Der Abstand ist eine Wucht», betonte der Heppenheimer Red-Bull-Pilot verwundert. Teamkollege Mark Webber fuhr auf Rang drei. «Ich denke, wir sind um einiges schwerer. Uns fehlt ein bisschen der Schwung auf der Gerade», erklärte Vettel.

Mit 1173 Metern ist der Abschnitt auf dem neuen Kurs die längste Gerade im Formel-1-Kalender. «Wir gehen konservativ ran», erklärte Teamchef Christian Horner. Während die Silberpfeile mit dem Energierückgewinnungssystem KERS ausgestattet sind, fehlen den Red Bulls die 82 Zusatz-PS für 6,6 Sekunden pro Runde. Auf dem Vollgas- Abschnitt ein nicht wettzumachender Nachteil.

Vettels deutsche Kollegen konnten mit der letzten Qualifikation des Jahres mehr oder weniger zufrieden sein. Auf Platz acht kam der Mönchengladbacher Nick Heidfeld beim letzten Grand-Prix-Auftritt seines Rennstalls BMW-Sauber. Neunter wurde Nico Rosberg im Williams. Adrian Sutil war bereits im ersten Zeitabschnitt ausgeschieden. Der Force-India-Pilot belegte nur den 18. Rang: «Es ging überhaupt nichts, und ich weiß noch nicht warum.»

Das Maß der Dinge auf dem 5,554 Kilometer langen Kurs, den die Piloten im Rennen 55 Mal umrunden müssen, war Hamilton. «Das Auto war womöglich das beste, das wir das gesamte Jahr über hatten», stellte der 24-Jährige fest. im Training hatte er die Bestzeit erzielt. «Ich hatte keinerlei Zweifel daran, was wir erreichen können. Es war jedoch ein Leichtes, Fehler zu machen, glücklicherweise habe ich mir jedoch keinen geleistet», meinte Hamilton. Für den Titelträger von 2008 ist es die 17. Pole insgesamt, die vierte in dieser Meisterschaft.

Da geriet Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug regelrecht ins Schwärmen. «Was für eine super Runde von Lewis auf dieser einmaligen Strecke», meinte er und lobte die Steigerung des Teams in der zweiten Saisonhälfte. Ein Kompliment machte er aber auch Vettel. «Der Junge hat Nerven wie Drahtseile, nachdem es am Anfang nicht so gut aussah.»

Mehr oder weniger gut sah es bei den weiteren Deutschen aus. Während Timo Glock nach seinem Japan-Unfall am 3. Oktober nur als Zuschauer das um 17.00 Uhr Ortszeit bei einsetzender Dämmerung gestartete Qualifying verfolgte, schafften es Heidfeld und Rosberg immerhin unter die Top Ten. «Das war das Maximum. Ich denke, dass ich schwerer bin als einige andere», meinte Heidfeld.

Nicht mal unter die besten Zehn kamen auch zwei ehemalige Weltmeister. Der zweimalige Titelträger Fernando Alonso musste sich an seinem letzten Rennwochenende für Renault mit Platz 16 zufriedengeben. Kimi Räikkönen, dessen Platz Alonso bei Ferrari vom kommenden Jahr an übernehmen wird, verpasste als Elfter ebenfalls die Top Ten. Und das alles vor den Augen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Da hatte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche, der ebenfalls zum Finale der Formel 1 gereist ist, in der McLaren- Mercedes-Box doch deutlich mehr Grund zur Freude.

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