Hannover (dpa) - Der Tod des rechtsextremen Anwalts Jürgen Rieger ist aus Sicht des Verfassungsschutzes ein schwerer Schlag für die rechte Szene. Rieger werde als Sprachrohr und NPD-Finanzier fehlen. Diesen Artikel weiter lesen
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Das sagte der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident Günter Heiß am Freitag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Das ist natürlich eine Schwächung.» Rieger hinterlasse eine Lücke im rechten Lager, die so schnell niemand fülle. «So eine herausgehobene Persönlichkeit sehe ich nicht.»
«Rieger war eine recht einmalige Erscheinung im Rechtsextremismus, weil er hyperaktiv war in vielen Bereichen», sagte Heiß. «Er war rund um die Uhr in Sachen Rechtsextremismus unterwegs.» Rieger habe seine Immobiliengeschäfte und anwaltliche Tätigkeit stets mit seinen rechten Zielen kombiniert. «Er war unglaublich umtriebig.» Außerdem habe der Hamburger Anwalt es geschafft, mit seinen rechten Immobilienprojekten in den Medien präsent zu sein.
Für die finanziell angeschlagene NPD, deren stellvertretender Bundesvorsitzender Rieger war, könne dessen Tod gravierende Konsequenzen haben. «Da steht jetzt kein Finanzier mehr, der aus seiner Schatulle zuschießt», meinte Heiß. «Die müssen sich schon Sorgen machen.» Noch sei unklar, was mit Riegers Vermögen geschehe, das auf eine halbe Million Euro geschätzt werde. Unbekannt sei noch, ob Rieger die rechte Szene mit Geld bedacht habe.
Indessen möchte Riegers Familie nicht, dass sein Grab zu einer Pilgerstätte der rechten Szene wird. Deswegen werde an eine Feuer- oder Seebestattung gedacht, sagte sein Sohn Harald Rieger der dpa. Geplant sei eine Trauerfeier im engsten Familienkreis.
Rieger war am Donnerstag im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.




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