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Clinton: «Terroristen müssen besiegt werden»

Islamabad (dpa) - Einen Tag nach dem verheerenden Anschlag im nordwestpakistanischen Peshawar mit mehr als 110 Toten hat US-Außenministerin Hillary Clinton den Sieg über die Terroristen eingefordert. Diesen Artikel weiter lesen

«Dies ist ein Kampf, der gewonnen werden muss», sagte Clinton bei einem Besuch in der ostpakistanischen Kulturmetropole Lahore am Donnerstag. Sie warnte vor einer «langsamen, aber heimtückischen» Ausweitung des Einflusses der Extremisten. «Die Terroristen sind eine kleine, aber tödliche Gruppe, die besiegt werden muss.» Die Zahl der Opfer bei dem Autobomben-Anschlag in Peshawar stieg indes auf 111. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

Auch am Donnerstag bekannte sich niemand zu dem schwersten Anschlag in Pakistan seit zwei Jahren, zu dem es kurz nach der Ankunft Clintons in Islamabad am Mittwoch gekommen war. Ähnliche Taten hatten zuvor die Taliban verübt, die ihre Anschläge seit Beginn einer Militäroffensive gegen die Aufständischen im Grenzgebiet zu Afghanistan vor zwei Wochen deutlich verschärft haben. Die Streitkräfte hatten am 17. Oktober eine Offensive gegen die Taliban mit 30 000 Soldaten im Stammesgebiet Süd-Waziristan begonnen.

Die Armee teilte am Donnerstag mit, bei den jüngsten Gefechten seien elf Aufständische und ein Soldat getötet worden. Soldaten rückten auf den Ort Kaniguram vor, der als Taliban-Hochburg gilt. Bislang kostete die Offensive nach Angaben der Streitkräfte 275 Aufständische und 32 Soldaten das Leben. In Süd-Waziristan haben zahlreiche Taliban und El-Kaida-Terroristen Unterschlupf gefunden, die dort Trainingscamps unterhalten und Anschläge im Ausland und in Pakistan vorbereiten. Bei Anschlägen und Angriffen von Extremisten starben alleine im Oktober rund 300 Menschen in Pakistan. Nach ihrer Ankunft in Islamabad am Mittwoch hatte Clinton die Offensive gelobt und Pakistan weitere Hilfe im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt.

In Lahore traf Clinton mit dem früheren Premierminister und derzeitigen Oppositionsführer Nawaz Sharif sowie mit Geschäftsleuten zusammen. Sie besuchte außerdem eine historische Moschee. An diesem Freitag wollte sie weitere Termine in Islamabad wahrnehmen. Am Samstag wird sie in Israel erwartet.

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