Ansbach (dpa) - Mehr als einen Monat nach dem Amoklauf am Gymnasium Carolinum im mittelfränkischen Ansbach soll nun ein Gutachter die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters klären. Diesen Artikel weiter lesen
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Der psychiatrische Sachverständige habe den nach der Bluttat festgenommenen Abiturienten inzwischen im Gefängnis aufgesucht, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger am Mittwoch in Ansbach.
Der 18-Jährige war am 17. September mit Molotow-Cocktails, Messern und einem Beil bewaffnet in das Gymnasium gestürmt und hatte Brandsätze in zwei Klassenzimmer geworfen. Anschließend schlug er mit der Axt auf die fliehenden Schüler ein. Zwei 15 Jahre alte Mädchen wurden bei der Attacke schwer verletzt, ein Lehrer und sieben weitere Schüler erlitten leichte Verletzungen. Polizisten stoppten den 18- Jährigen mit drei Schüssen. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus wurde er Mitte Oktober in die Justizvollzugsanstalt Würzburg verlegt.
Gegenüber den Ermittlungsbehörden schweige der 18-Jährige weiterhin, sagte Lehnberger. Lediglich tagebuchähnliche Schriftstücke, die kurz nach der Tat von den Ermittlern auf dem Laptop des Abiturienten gefunden worden, geben derzeit Hinweise auf das Motiv des Amoklaufs. Darin nennt er Hass auf die Institution Schule und die Gesellschaft als Gründe. In den Aufzeichnungen ist auch von Furcht vor einer schweren Krankheit und der Sorge die Rede, er könnte bei der Abiturprüfung durchfallen.




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