Walldorf (dpa) - Europas größter Softwarehersteller SAP kämpft weiter mit der Krise. Im dritten Quartal musste der DAX-Konzern erneut Umsatzrückgänge hinnehmen und hat seine Prognose für das Geschäft mit Software und Wartung gesenkt. Diesen Artikel weiter lesen
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«Wir sehen Zeichen einer Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Dessen ungeachtet bleibt unser Geschäftsfeld weiterhin herausfordernd», sagte Finanzvorstand Werner Brandt am Mittwoch in Walldorf. Das einschneidende Sparprogramm zeigt jedoch Wirkung. Der Überschuss legte um zwölf Prozent auf 435 Millionen Euro zu.
SAP-Chef Léo Apotheker verteidigte seine Strategie. SAP habe die Krise nicht unterschätzt, sagte er dem Fernsehsender n-tv. «Wir haben von Anfang an gesagt, dass 2009 ein schwieriges Jahr sein wird.» In den vergangenen Monaten haben die Walldorfer mit weltweit 3732 Arbeitsplätzen deutlich mehr als die zunächst geplanten 3000 Jobs gestrichen. Die Zahl der Stellen sank auf derzeit weltweit 47 804.
Die Erwartung für den Jahresumsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen senkte das Dax-Unternehmen von einem Minus von vier bis sechs Prozent auf einen Rückgang von sechs bis acht Prozent. Am Ziel, eine währungsbereinigte EBIT-Marge von 25,5 bis 27 Prozent zu erreichen, hält der Konzern allerdings fest.
Der Umsatz schrumpfte im dritten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 2,51 Milliarden Euro. Die Softwareerlöse brachen um 31 Prozent auf 525 Millionen Euro ein. Der von SAP als Richtwert für die Geschäftsentwicklung betrachtete Umsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen sank um drei Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis ging leicht um ein Prozent auf 606 Millionen Euro zurück.




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