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Obama beginnt Reise durch Ostasien in Japan

US-Präsident Barack Obama ist erstmals in seiner Amtszeit nach Asien gereist. Er traf zu einem zweitägigen Besuch in der japanischen Hauptstadt Tokio ein. Dort wollte er mit Ministerpräsident Yukio Hatoyama zusammenkommen, der sein Amt vor zwei Monaten angetreten hat. Themen der Unterredung sollten die US-Stützpunkte in Japan, der Kampf gegen den Klimawandel, der Krieg in Afghanistan sowie die atomare Abrüstung sein. Diesen Artikel weiter lesen

Nach seinen Gesprächen in Tokio reist Obama am Samstag weiter zum Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Singapur. Von Sonntag an hält sich der US-Präsident dann mehrere Tage lang in China auf, bevor ein Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul die Reise am Donnerstag abschließen soll.

Obama und seine Berater messen dem Verhältnis zu China entscheidende Bedeutung bei. Aus der Erkenntnis heraus, dass Schlüsselfragen wie Klimaschutz, Wirtschaftswachstum und Sicherheit nicht ohne China beantwortet werden können, arbeiten sie an einer Neujustierung der US-Außenpolitik. Dass dem transatlantischen Zeitalter ein transpazifisches folgen wird, gilt in Washington als ausgemacht.

Beide Volkswirtschaften sind seit den 90er Jahren zunehmend verflochten. Die USA sind der größte Schuldner der Welt, China ist der größte Gläubiger der USA. Peking hält mehr als 800 Milliarden Dollar an US-Staatsanleihen. Den Devisenüberschuss aus dem florierenden Handel mit den USA nutzt China, um sich in großem Maßstab Bodenschätze in Afrika und Lateinamerika zu sichern - in direkter Konkurrenz zu westlichen Ländern. In zwei Jahren wird die Volksrepublik voraussichtlich Japan als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Erde überrunden.

Die strategische Rivalität mit den USA steigt in dem Maße, in dem China sich zur dominierenden Weltwirtschaftsmacht entwickelt. Kleinere Scharmützel gibt es bereits in der Handelspolitik. Die USA werfen China unfaire Praktiken vor, sie haben Strafzölle auf chinesische Reifen und einige Stahlprodukte verhängt.

Die auf längere Sicht größere Herausforderung sehen die USA im militärischen Bereich. China rüstet enorm auf. Sein Raumfahrtprogramm treibt das Land mit großem Aufwand voran. Im vergangenen Monat feierte China den Jahrestag der Revolution mit einer Militärparade mit atomaren Interkontinentalraketen. Ihre dominante Rolle wollen sich die USA jedoch nicht streitig machen lassen.

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