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Letzter DDR-Ministerpräsident ärgert sich über Begriff "Wende"

Der letzte und als einziger demokratisch gewählte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière (CDU), hat den vielfach verwandten Begriff Wende für den Herbst 1989 kritisiert. "Wende ärgert mich richtig - das war eine Revolution!", sagte De Maizière der in Cottbus erscheinenden "Lausitzer Rundschau" vom Montag. Das Wort Wende ärgere ihn auch, weil es der frühere SED-Chef Egon Krenz in einer Fernsehansprache gebraucht und geprägt habe. "Und er meinte eben keine Revolution, sondern die Fortsetzung der Herrschaft der SED", kritisierte de Maizière. Er sei allerdings überzeugt, "dass der Herbst 1989 in die Geschichtsbücher als friedliche Revolution eingehen wird". Zeithistoriker würden schon heute ziemlich konsequent den Begriff Revolution gebrauchen.

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