Nach dem Amoklauf auf dem Armeestützpunkt Fort Hood will US-Präsident Barack Obama zusammen mit seiner Frau Michelle am Dienstag an einer Gedenkfeier für die Opfer teilnehmen. Obama werde nach Ford Hood im Bundesstaat Texas reisen, kündigte das Weiße Haus an. Um an der Trauerfeier für die getöteten Soldaten teilnehmen zu können, verschob Obama seine für kommende Woche geplante Japanreise um einen Tag. Diesen Artikel weiter lesen
Statt wie geplant am Donnerstag werde Obama nun am Freitag zu seinem zweitätigen Besuch in Japan eintreffen, hatte die japanische Regierung zuvor mitgeteilt.
Der 39-jährige Psychiater Nidal Malik Hasan hatte am Donnerstag auf dem Stützpunkt um sich geschossen und dabei 13 Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Bei den Toten handelt es sich ausschließlich um Armeeangehörige.
Die Leichen der Opfer wurden zur Obduktion in ein Leichenschauhaus des Luftwaffenstützpunkts Dover im Bundesstaat Delaware geflogen. Bei den Toten handelt es sich ausschließlich um Armeeangehörige. In dem Stützpunkt kommen auch die Särge mit den in Afghanistan und Irak getöteten US-Soldaten an.
Soldaten berichteten unterdessen von dem Chaos und der Panik, die während des Amoklaufs ausbrachen. Die Szenen seien vergleichbar mit Kampfszenen im Irak gewesen. "Man erwartet nicht, so etwas zu Hause zu erleben", sagte der Militärpolizist Andrew Hagerman, der bereits zwei Irakeinsätze hinter sich hat. Als Heldin gefeiert wurde Kimberly Munley, eine 34-jährige Zivilpolizistin, die Hasan mit mehreren Schüssen verwundete und so seinen Amoklauf stoppte. Sie hatte sich in der Nähe des Tatorts befunden und war herbeigeeilt, als sie die ersten Schüsse hörte. Hasan erwiderte das Feuer und verletzte die Polizistin.
Über das Motiv für den Amoklauf, bei dem auch rund 30 Menschen verletzt wurden, herrschte nach wie vor Unklarheit. Vertraute und Familienangehörige hatten berichtet, der gläubige Muslim, dessen Eltern aus den Palästinensergebieten stammen, habe sich diskriminiert gefühlt und unter seiner bevorstehenden Entsendung in den Irak gelitten.
Palästinensischen Verwandte des Amokläufers reagierten mit Fassungslosigkeit auf das Blutbad. "Wir sind eine normale Familie, die keine Gewalt und keine religiöse Intoleranz kennt", sagte Mohammed Hasan, ein Cousin von Nidal Malik Hasan, der Nachrichtenagentur AFP.




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