Fußball-Rekordmeister Bayern München hat Nationalspieler Philipp Lahm mit einer vereinsinternen Rekord-Geldstrafe belegt. Dies gab der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Der Abwehrspieler hatte die Bayern-Führung in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung harsch kritisiert. Diesen Artikel weiter lesen
In der Erklärung von Bayern München heißt es: "Philipp Lahm hat als stellvertretender Mannschaftskapitän mit einem Interview, in dem er öffentlich den Klub, den Trainer und seine Mitspieler angegriffen hat in eklatanter und unverzeihlicher Art und Weise gegen interne Regeln verstoßen."
Interviews müssten ausschließlich beim Verein angefragt und organisiert und zum Autorisieren für den Spieler vorgelegt werden. Dies sei im Lizenzvertrag festgelegt und von jedem Spieler bestätigt. Es sei ein absolutes Tabu, in der Öffentlichkeit Kritik gegen den Klub, den Trainer und Mitspieler zu äußern.
Abwehrspieler Lahm hatte die Bayern-Führung am Samstag in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung für verfehlte Transferpolitik harsch kritisiert. "Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. So etwas gibt es bei uns nicht: Dass der Verein etwas vorgibt und alles darauf aufgebaut wird. Man darf Spieler nicht einfach kaufen, nur weil sie gut sind. In der Vergangenheit lief das mit den Transfers nicht immer glücklich", sagte Lahm in dem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Münchens Manager Uli Hoeneß hatte verärgert auf die Äußerungen von Lahm reagiert. "Er ist über das Ziel hinausgeschossen. Sie können sich sicher sein, dass er das Interview noch bedauern wird. Er hat eindeutig gegen die Regeln verstoßen", sagte Manager Uli Hoeneß nach dem 1:1 am Samstag gegen Schalke 04 und kündigte Konsequenzen an.
Auch der italienische Weltmeister Luca Toni wurde von den Bayern zur Kasse gebeten. Der Angreifer war nach seiner Auswechslung gegen Schalke zur Halbzeit nach Hause gefahren. Über die Höhe der Geldbußen machten die Bayern keine Angaben.




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