Der israelische Staatschef Schimon Peres hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aufgefordert, doch erneut für sein Amt zu kandidieren. In einer Rede vor mehreren zehntausenden Israelis in Tel Aviv zum Gedenken an den am 4. November 1995 von einem jüdischen Extremisten ermordeten Ministerpräsidenten Jizchak Rabin erinnerte Peres am Samstagabend daran, dass Abbas zusammen mit ihm 1993 das Friedensabkommen von Oslo unterzeichnet habe. Peres appellierte "als Kollege" an Abbas, seinen Verzicht auf die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl noch einmal zu überdenken. Diesen Artikel weiter lesen
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Israel wollen einen "wirklichen Frieden"; das kommende Jahr könne die "Unabhängigkeit für das palästinensische Volk" bringen. US-Präsident Barack Obama war während der Kundgebung mit einem zuvor aufgenommenen Redebeitrag vertreten, der auf einem Riesenbildschirm zu sehen war. Darin sprach sich Obama für eine Zwei-Staaten-Lösung in Form eines israelischen und eines palästinensischen Staates aus. Solange sich die Palästinenser in einer "hoffnungslosen Lage" befänden, könne es keine Sicherheit für Israel geben, sagte Obama. Er bekräftigte zugleich, dass die Verbundenheit der USA zu Israel "unzerbrechlich" sei. Die Kundgebung fand auf dem Platz statt, wo Rabin vor 14 Jahren getötet worden war.
Abbas hatte am Donnerstag angekündigt, dass er bei der für Januar vorgesehenen Wahl im Westjordanland und im Gazastreifen nicht erneut kandidieren werde. Als Grund nannte er den festgefahrenen Friedensprozess mit Israel. Die Amtszeit des 2005 gewählten Präsidenten hätte eigentlich Anfang 2009 enden sollen. Die Palästinensische Autonomiebehörde verlängerte Abbas' Mandat allerdings um ein Jahr, um eine zeitgleiche Wahl von Parlament und Präsident zu ermöglichen.




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