Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Stadt Peshawar sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, sprengte sich ein Mann vor dem Haus eines Bezirksbürgermeisters in die Luft, der eine Miliz gegen die Taliban aufgestellt hatte. In Afghanistan tötete die NATO bei einem Luftangriff offenbar aus Versehen sieben afghanische Soldaten und Polizisten. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag in Peshawar. Laut Ärzten wurden dabei mindestens 36 weitere Menschen verletzt; unter den Toten seien auch zwei Kinder. Der Attentäter sprengte sich in einem Auto in die Luft, als Bürgermeister Abdul Malik mit Besuchern vor seinem Gästehaus stand. In der Nähe befindet sich ein belebter Rindermarkt. Nach der Detonation der Zwölf-Kilo-Bombe war die Straße mit Rinderkadavern und Autotrümmern übersäht.
Die Großstadt Peshawar im Nordwesten wird immer wieder von Anschlägen erschüttert. Die Polizei vermutet, dass sie von Taliban verübt werden, die sich für die Tötung ihres Anführers Baitullah Mehsud während einer Offensive der pakistanischen Armee in der Region rächen wollten. Seit Beginn der Offensive im Oktober wurden mehr als 350 Menschen bei Anschlägen getötet, allein 118 bei einem Autobombenanschlag am Ende Oktober in Peshawar.
Laut pakistanischer Armee wurden bei den Kämpfen in Süd-Waziristan seit Samstag 20 Taliban getötet. Acht Soldaten seien verwundet worden. Die Armee geht seit Mitte vergangenen Monats in der Region massiv gegen Taliban und El Kaida vor. Rund 30.000 Soldaten sind in dem unwegsamen Gelände im Einsatz. Seit Beginn der Offensive wurden Armeeangaben zufolge 480 Rebellen und 42 Soldaten getötet.
In Afghanistan gingen unterdessen die Ermittlungen zum Tod von vier afghanischen Soldaten und drei Polizisten weiter, die am Freitag im Westen des Landes offenbar von NATO-Truppen beschossen worden waren. Der Vorfall ereignete sich während eines gemeinsamen Einsatzes afghanischer und NATO-Soldaten, die nach zwei vermissten US-Fallschirmjägern suchten. Dabei sei es in der Provinz Badghis zu Kämpfen mit den Taliban gekommen, die NATO habe Luftunterstützung angefordert.
Ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul sagte, die NATO und afghanische Behörden untersuchten den Zwischenfall. "Wir wissen, dass sie bei dem Luftangriff getötet wurden." Jetzt gehe es darum, die Umstände zu klären, damit solche Vorfälle künftig vermieden werden könnten.




Berlin (dpa) - Die Wirtschaftskrise verleitet viele deutsche Firmen nach Einschätzung von Transparency zu mehr Korruption. «Gerade im Mittelstand wächst ...
Flusspferde töten Krokodil